Fast zwei Jahre ist es her, dass der Kulturring Ebern eine Mitgliederversammlung in Präsenz hatte. Am Mittwochabend freute sich Vorsitzender Walter Ullrich, zahlreiche Vertreter von Vereinen im Gasthaus „Frankenstuben“ willkommen heißen zu können. Er gab einen umfassenden Rück- und Ausblick. Weiterhin wurde der Kulturringausschuss neu gewählt.

„Es ist einiges passiert oder auch nicht passiert in den letzten 22 Monaten. Corona hat nach wie vor die Welt im Großen und im Kleinen im Griff. Vieles musste neu gedacht werden, anders organisiert werden“, sagte der Vorsitzende. Zahlreiche Veranstaltungen hätten nicht durchgeführt werden können. Und das habe manchen Vereinen Probleme bereitet, auch in finanzieller Hinsicht. „Hier wieder Beständigkeit hineinzubringen, muss unser aller Anliegen sein“, sagte Walter Ullrich in seinem Rückblick.

Im November 2019 habe es noch den gewohnten Faschingsauftakt, den sehr erfolgreichen Glühweintreff an elf Abenden, die Bunten Abende und im Februar 2020 die Faschingsumzüge mit 50 Gruppen gegeben. „Dann, ab März 2020, kam Corona, und keiner wusste, wie es weitergehen könne.

Ab diesem Zeitpunkt war nichts wie vorher und man musste sich irgendwie behelfen, um weiter kommunizieren zu können. Waren es im Ferienprogramm vor Corona 22 Veranstaltungen im Jahr, gab es ab 2020 nur noch neun.“

Seinen Rückblick nutzte Ullrich, um der Zweiten Vorsitzenden Lisa Meister und auch Janina Reuter-Schad zu danken. Er dankte Eberhard Wohl, dessen Organisation stets vorbildlich gewesen sei.

„Wir haben in den letzten 22 Monaten 13 Vorstandssitzungen durchgeführt und auch immer wieder in kleineren Gruppen wichtige Themen erarbeitet“, sagte Ullrich. Rainer Kaffer und er hätten die Satzung des Kulturrings überarbeitet und den Gegebenheiten angepasst.

Unter Mithilfe von Lesley Schedel sei die Webseite „Kulturring-Ebern.de“ erstellt worden. „Die sollten sich unsere Vereine einmal ansehen, weil man sich dort Informationen holen und auch selbst einbringen kann“, empfahl Walter Ullrich. Stadtrat Andreas Mölter, der für Vereine zuständig ist, bot sich als Ansprechpartner an und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit. Die Kassenlage könne trotz coronabedingt fehlender Einnahmen als relativ gut bezeichnet werden, berichtete Ullrich.

Schließlich gab Ullrich noch einen Ausblick auf das Jahr 2022 und hoffte, dass die bisher erfolgreichen Veranstaltungen wieder in Präsenz durchgeführt werden können.

Bürgermeister Jürgen Hennemann ( SPD ) wies auf die Ehrenamtskarte hin und forderte die Vereine auf, Personen aus ihren Reihen, die hierfür infrage kämen, zu melden, da man mit dieser Karte einige Vorteile habe. Wie er noch anmerkte, sei der geplante Weihnachtsmarkt in Ebern noch nicht in „trocken Tüchern“. „Wir machen uns gerade im Stadtrat Gedanken, ob und wie wir diesen gestalten könnten“, sagte Hennemann.

Die Neuwahl beim Kulturring Ebern , der am 23. Oktober 1972 als Dachverband der Vereine gegründet wurde, leitete Eberhard Wohl. Er dankte Walter Ullrich und seinem Team für die unter erschwerten Bedingungen geleistete Arbeit.