Um Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst weiterhin attraktiv zu halten, wurde im Rahmen des Tarifvertrages die Entgeltumwandlung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst geöffnet. Fahrrad-Leasing soll damit ermöglicht werden, wie Geschäftsführer Horst Hofmann den Mitgliedern des Kreisausschusses berichtete. Davon profitierten alle Beteiligten, sagte Hofmann: Im Landratsamt werde damit ein umweltfreundliches Verkehrsmittel gefördert und die Bediensteten täten etwas für ihre Gesundheit, indem sie einen Anreiz bekommen, sich ein Fahrrad oder Pedelec zu kaufen. Beantragt habe dieses Fahrrad-Leasing die Personalvertretung .

Hofmann erläuterte auch, wie das Ganze funktioniert: Entweder verzichtet der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin beim Fahrrad-Leasing im Voraus auf einen Teil des Barlohns und der Arbeitgeber gewährt stattdessen Sachlohn in Form eines Nutzungsrechts an einem betrieblichen Elektro-Fahrrad . Leasingnehmer ist dabei der Arbeitgeber . Oder der Arbeitgeber gewährt einen Vorschuss von maximal 2600 Euro, der für den Kauf eines Fahrrades oder eines Pedelecs eingesetzt werden kann. Der Landkreis beabsichtige, beide Möglichkeiten anzubieten, sagte Hofmann. Haushaltsrechtlich seien beide Varianten unproblematisch. Wegen der Rückzahlung der Beträge durch den Arbeitnehmer entstünden insgesamt keine wesentlichen Aufwendungen außer dem Antragsverfahren und der Ausschreibung. Er rechne mit 20 Anträgen aus der Belegschaft , und man werde eine Ausschreibung unter den Fahrradhändlern im Landkreis starten.

Jürgen Hennemann ( SPD ) fand die Idee gut und verwies auf die gleiche Diskussion in den Kommunen. Deswegen sollte man überlegen, ob man eine Ausschreibung nicht mit den Kommunen bündeln könne. Dies wäre vielleicht sogar günstiger. Rainer Baumgärtner ( ÖDP ) konnte sich vorstellen, Schweinfurter Hersteller dabei einzubeziehen. Sein Vorschlag, mit Krediten zu arbeiten, entsprach aber nicht den notwendigen Richtlinien für eine Entgeltumwandlung.

Die Verwaltung wurde somit beauftragt, die für die Umsetzung des Fahrradleasings notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, um den Tarifbeschäftigten das Leasing anbieten zu können.

Carmen Bäuerlein berichtete vom Landkreisbehördennetz „Lisbet“, einem Kooperationsprojekt aller Städte, Märkte, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften. Durch die zentral im Landratsamt zur Verfügung gestellte Infrastruktur würde den angeschlossenen Gebietskörperschaften der Zugang zum Internet, zum Bayerischen Behördennetz sowie zu einer landkreisweiten Datenbank ermöglicht. Die Aufwendungen lägen im Jahr bei rund 60 000 Euro.

Geschäftsführer Hofmann informierte über das Kreismedienzentrum am Dürerweg in Haßfurt , das vorwiegend die Schulen im Landkreis Haßberge mit Medien für den Unterricht versorgt. Insgesamt stünden circa 3000 Medien zur Verfügung, wobei in den letzten Jahren die Einbindung der Medien in die Online-Plattform Mebis im Vordergrund gestanden habe, damit die Schulen jederzeit über die Medien verfügen könnten.

Aus Altersgründen stehe der bisherige, langjährige Leiter Richard Rümer nicht mehr zur Verfügung. Allerdings habe sich sein Stellvertreter Marko Aumüller aus Eltmann-Lembach dazu bereit erklärt, ab 1. Juli die Leitung des Kreismedienzentrums Haßberge zu übernehmen.

Neues beratendes Mitglied

Eine Änderung gab für die Bildung des Jugendhilfeausschusses. Da der frühere Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Caritas , Gerhard Lutz, in den Ruhestand gegangen ist, gab er auch seine Funktion im Jugendhilfeausschuss ab. Neues beratendes Mitglied für den Ausschuss ist künftig Adina Kraus, die als Nachfolgerin von Lutz auch die Leitung der Beratungsstelle innehat.