Grub am Forst führt die kommunale Verkehrsüberwachung ein. Das hat der Gemeinderat bei vier Gegenstimmen in seiner Sitzung am Montag beschlossen. Dies gilt allerdings nur für den ruhenden Verkehr, sprich Parksünder, nicht für den fließenden. Dazu stellte Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) fest: "Die Bürger beschweren sich ständig bei mir, und es ist eine erzieherische Maßnahme."

Zudem legte er Wert auf die Feststellung, dass die Gemeinde kein Geld damit verdienen wolle. Ziel der kommunalen Verkehrsüberwachung sei es vor allem, ein ordnungsgemäßes Parkverhalten zu erreichen. Nicht zuletzt gehe es dabei auch um den Schutz der Fußgänger. Unzulässigem Zuparken von Gehwegen und Parken an Kreuzungen solle vorgebeugt werden. Auch spiele die Behinderung des fließenden Verkehrs eine Rolle, ebenso die Verhinderung von Straßenreinigungen, die Blockade von Schwerbehindertenparkplätzen sowie von Feuerwehr- und Rettungszufahrten.

Der mit der KVÜ Zapfendorf abzuschließende Vertrag soll zunächst ein Jahr laufen. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf mindestens 439 Euro monatlich zuzüglich einmaliger Kosten von 700 Euro. Die Strafgelder selbst verbleiben bei der Gemeinde.

Der Gemeinderat sollte der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) zustimmen. Doch das ging nicht so einfach über die Bühne. Es gab einige Kritikpunkte. So bemängelte Stefan Rose (FW), dass manche Passagen des LEP der Gemeinde zum Nachteil gereichen könnten, wenn diese "sich nicht rührt". Beschlossen wurde deshalb, über einen Planer feststellen zu lassen, welche Punkte aus dem Programm der Gemeinde künftig Nachteile bringen könnten.

Windenergie ist in vielen Gremien ein Thema, auch in Grub am Forst. Der Bürgermeister bezeichnete den Ausbau der Windenergie als wesentlichen Bestandteil der Energiewende und als unverzichtbar für die Erreichung der Klimaziele. Zudem sei die saubere Energieversorgung auch für die Gemeinde finanziell interessant.

Bewerben wird sich die Gemeinde um das Projekt "Starterkit - 100 blühende Kommunen". Mögliche Flächen für die Entstehung von Blühwiesen gäbe es vor allem in Roth am Forst, dort könnten sie bereitgehalten werden.

Schließlich wurde dem Kleintierzuchtverein bis auf Widerruf gestattet, das gemeindliche Wappen auf seiner Webseite zu verwenden.