Herzogenaurach — Eine Ära ging bei den Waldfreunden Herzogenaurach zu Ende. Nach 34 Jahren stand der Vorsitzende Hans-Gerhard Wiemann nicht mehr zur Wahl. "Ich habe den Verein die Hälfte meines Lebens geführt. Es ist an der Zeit, das Ruder in jüngere Hände zu übergeben", so die Worte des Vorsitzenden, als er den Mitgliedern bekanntgab, dass er nicht mehr kandidieren werde.

Nachfolger wird Matthias Brand

Wie Wiemann weiter sagte, sei ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Obwohl dem Vorsitzenden während seiner langjährigen Vereinsarbeit von einigen Mitgliedern immer wieder diktatorische Arbeit vorgeworfen wurde, haben sich am Ende alle wieder zusammengefunden. Wie Rudi Prießnitz hinzufügte, wären ohne dieses Durchsetzungsvermögen keine Aktivitäten zusammengekommen. Ob Ausflugsfahrten oder die anderen geselligen Termine, alles was an Organisatorischem in dieser Richtung erforderlich war, hatte Wiemann in Eigenregie durchgeführt. Dafür gab es von den Mitgliedern zum Abschied noch einmal kräftigen Applaus.
Nachfolger von Wiemann ist Matthias Brand, 43 Jahre jung. Bevor Brand die Amtsgeschäfte übernahm, erläuterte er den Mitgliedern seine Ziele. "Ich will Altes und Gewohntes fortführen, aber auch neue Ideen einbringen. Ich erwarte mir dadurch auch einen Zuwachs an Mitgliedern." Die weitere Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen. Zweiter Vorsitzender Karl "Charly" Kremer, Schriftführer Georg Popp und Kassier Rudi Prießnitz. Als Beisitzer wurden Gerhard Prießnitz, Günter Nagel, Kilian Kundmüller und Stefan Landgraf in den erweiterten Vorstand gewählt.

Ehrung treuer Mitglieder

Neben den Neuwahlen galt es, die Ehrung treuer Mitglieder durchzuführen. Seit 25 Jahren sind Heinrich Kaiser sowie Barbara und Peter Wichert bei den Waldfreunden. Auf 40-jährige Mitgliedschaft, was auch die Ehrenmitgliedschaft bedeutet, können Konrad Nagel, Alfred Neubauer, Paul Galster, Gerhard Prießnitz, Rudi Prießnitz und Hans-Gerhard Wiemann zurückblicken. Neben der Anstecknadel in Gold gab es für jeden die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied. Kassier Rudi Prießnitz berichtete von Ausgaben in Höhe von etwa 1000 Euro. Das Gesamtguthaben des Vereins beläuft sich auf knapp 4000 Euro. Der Dank des Kassiers galt einer Person, die namentlich nicht genannt werden möchte, für eine überaus großzügige Spende. Am Ende noch ein paar Sätze, was es mit den Waldfreunden auf sich hat. Der Verein wurde am 6. Mai 1898 in Herzogenaurach gegründet und gehört zu den ältesten Vereinen in Herzogenaurach. Der Vereinszweck laut Satzung ist die Pflege geselliger Unterhaltung und Vergnügungen. Der Verein ist politisch und religiös neutral.

12 Euro Jahresbeitrag

Derzeit haben die Waldfreunde Herzogenaurach 73 Mitglieder, der Jahresbeitrag beträgt sage und schreibe 12 Euro. Die ersten Termine für das laufende Jahr stehen ebenfalls fest. Die Mitglieder treffen sich am Ostermontag zu einem gemütlichen Beisammensein um 15.30 Uhr im Gasthaus "Frische Quelle". Zum traditionellen Schafkopfrennen laden die Waldfreunde am 18. April um 19 Uhr ebenfalls im Gasthaus "Frische Quelle" ein. Die restliche Jahresplanung erfolgt durch die neue Vorstandschaft in deren ersten Sitzung. RK