Obst und Milch statt Schokoriegel und Softdrink, Gemüse anstelle von Pommes frites. Im Untergeschoss der Ahorner Grundschule umschmeichelt der Geruch von frischem Brot und Gemüse die Geruchsnerven. Tomaten und Gurkenscheiben setzen bunte Akzente, von einem Teller grinst ein Quarkgesichtbrot. Der Verein "Coburger Landfrauen in der Schule" macht sich seit einigen Jahren für eine gesunde Ernährung stark. Die Ernährungsfachfrauen um Kreisbäuerin Heidi Bauersachs vermitteln Kindern in den Grundschulen von Stadt und Landkreis Coburg Wissenwertes über die Erzeugung von Nahrungsmitteln. Einen großen Stellenwert nimmt dabei ein ausgewogenes und gesundes Frühstück und Pausenbrot in der Schule ein.
Die Arbeit der Coburger Landfrauen hat nun eine große Unterstützung erfahren: In diesem Jahr finanzieren die Sparkasse Coburg-Lichtenfels (2500 Euro), die VR-Bank Coburg (2500 Euro), die Raiffeisen-Volksbank Lichtenfels-Itzgrund (500 Euro), die SÜC (1000 Euro), der Ring junger Landfrauen sowie der Bayerische Gemeindetag das Projekt der Landfrauen. Vor einigen Jahren sei die Ernährungsberatung von staatlicher Seite stark zurückgefahren worden, bedauert Kreisbäuerin Heidi Bauersachs. Das Thema "gesunde Ernährung von Kindern" sei nahezu verschwunden. In diese Lücke sind die Coburger Landfrauen mit ihrem seinerzeit gegründeten Förderverein in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Bauernverband gesprungen. "Eine gesunde Ernährung ist eine Investition in die Zukunft der Kinder", ist sie sicher. Keine guten Schulnoten ohne gutes Essen, so das Credo von Ahorns Bürgermeister Martin Finzel. Die Ernährungsfachfrauen Michaela Ehrlich, Sandra Hopf, Susanne Münzenberger, Kerstin Haas und Manuela Ackermann-Müller zeigen den Drittklässlern, woraus ein gesundes Frühstück besteht, und dass es gar nicht schwer ist, Obst und Gemüse in den täglichen Speiseplan aufzunehmen. Darüber hinaus geben sie Tisch- , Küchen- und Hygieneregeln, die zusammen mit einem praktischen Teil in einen Ernährungsführerschein münden. red