Der Solarpark Hummenbühl soll erweitert werden. Seit mehr als einem Jahr ist dieses Vorhaben in Planung. Jetzt befürwortete der Gemeinderat den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Sondergebiet samt öffentlicher Auslegung und Beteiligung.

Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS aus Kronach würdigte die Stellungnahmen der Behörden und der Träger öffentlicher Belange, die bei der frühzeitigen Beteiligung eingegangen waren. Angeregt worden war auch eine artenschutzrechtliche Prüfung. Die hat allerdings ergeben, dass in dem Gebiet lediglich Zauneidechsen vorkommen.

Für die Erweiterung des Solarparkes muss ein naturschutzfachlicher Ausgleich erstellt werden. Auch Lerchenfenster sollen eingerichtet werden.

Wintergarten steht schon

Mit einem Zähneknirschen genehmigten die Untersteinacher Gemeinderäte den Bauantrag von Sasa und Taylor Townsend. Das Paar hatte an das bestehende Wohnhaus einen 5,7 mal 6,3 Meter großen Wintergarten angebaut. Dieses Vorhaben wäre im Vorfeld genehmigungspflichtig gewesen. Doch ein Bauantrag wurde nicht vorgelegt. Jetzt steht der Wintergarten bereits. Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) erklärte, dass das Vorhaben generell genehmigungsfähig sei und dass man es deshalb - auch wenn das Vorgehen nicht korrekt war - genehmigen sollte. "Ich finde das Vorgehen nicht in Ordnung", machte Helmut Bergmann (FW-WGU) klar. Am Ende befürworteten aber alle das bereits realisierte Bauvorhaben.

Untersteinach bekommt ein 15 440 Quadratmeter großes Baugebiet. Dazu ist die Änderung des Bebauungsplanes "Am Bühl" erforderlich, erläuterte Schmiechen. Christa Müller (SPD) dankte dem Bürgermeister für den Anstoß. Ein Wohnbaugebiet sei ein lang gehegter Wunsch gewesen, sagte sie.

Gegen die Stimme von Hans-Peter Röhrlein (CSU) fasste der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Fächennutzungsplans Untersteinach. Konkret geht es darum, dass der Nettomarkt vom Ortseingang von Stadtsteinach kommend in einen Neubau neben dem Getränkemarkt umziehen will. In dieser Sitzung ging es erst einmal um die Schaffung eines Baurechts auf diesem Grundstück.

"Zugewachsenes Biotop"

"Ich denke, wir sind es unseren Bürgern schuldig, Netto den neuen Standort zu ermöglichen. Sonst haben wir bald keinen Markt mehr", sagte der Bürgermeister. Was aus dem alten Markt werde, sei noch ungewiss. Markus Weigel (FW- WGU) hatte im Vorfeld die Idee eingebracht, dort eine Tagespflege für Senioren einzurichten. Als kein Freund der Neubaupläne outete sich Hans-Peter Röhrlein. Er fand es bedauerlich, dass ein Grundstück, auf dem einst ein Bienenhaus stand und das sich zu einem "zugewachsenen Biotop" entwickelt habe, bebaut werden soll.

Aus diesem Grund forderte Röhrlein, dass die Hecke Richtung Bahnlinie bestehen bleiben und die Rückseite des Gebäudes begrünt werden solle. Außerdem soll in dem Grundstücksbereich, der nicht benötigt wird, eine naturbelassene Fläche geschaffen werden.