Große Worte am Dreifrankeneck

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Hauptredner Joachim Herrmann bekam für seine deutlichen Worte viel Beifall. Fotos: Evi Seeger
Hauptredner Joachim Herrmann bekam für seine deutlichen Worte viel Beifall.  Fotos: Evi Seeger
Grün: Die Delegation mit den grünen Shirts setzt sich dafür ein, dass der Steigerwald Naturpark bleibt.
Grün: Die Delegation mit den grünen Shirts setzt sich dafür ein, dass der Steigerwald Naturpark bleibt.
 
Rot-weiß: Die "Partei für Franken” hielt die rot-weiße Fahne mit dem Rechen hoch.
Rot-weiß: Die "Partei für Franken” hielt die rot-weiße Fahne mit dem Rechen hoch.
 

An Himmelfahrt ging es oberhalb von Heuchelheim am Symbol fränkischer Einheit um das Thema Heimat. Dabei erfuhr Innenminister Joachim Herrmann (CSU), wo auf dem Land der Schuh drückt: Nahversorgung und Ärztemangel.

Kann eine Partei Heimat sein? Die Antwort auf die vom Aschbacher Diakon Hans Scherbaum aufgeworfene Frage gab am Dreifrankenstein nicht nur der unterfränkische Landtagsabgeordnete Gerhard Eck.
Auch die Zahl der CSU-Anhänger, die an Himmelfahrt zu diesem Symbol fränkischer Einheit gepilgert waren, sprach eine deutliche Sprache. Die CSU habe dieses Land gestaltet und geprägt, stellte Eck fest. Eine Partei könne daher wohl Heimat sein, rief er in die Menge, die ihm dafür Beifall zollte. An kräftigen Worten fehlte es auch in diesem Jahr nicht auf dem Berg oberhalb von Heuchelheim.
Dort, wo die Grenzen von Ober-, Unter- und Mittelfranken aufeinander treffen, versammelt sich alljährlich die CSU-Prominenz aus den drei Bezirken. Allen voran Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der bereits mit Bravo-Rufen empfangen wurde. Ihm zur Seite die Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn und Anja Weisgerber, die Landtagsabgeordneten Gerhard Eck, Hans Herold und Manfred Ländner, der mittelfränkische Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, zahlreiche Landräte, Bürgermeister und Parteifreunde. Zum ersten Mal war auch Monika Hohlmeier, Abgeordnete im Europäischen Parlament, zum Dreifrankenstein gekommen. Gekleidet war die Strauß-Tochter in Rot-Grün, eine Verbindung, die er in der Politik keinesfalls sehen möchte, scherzte Thomas Silberhorn.
Auch Michael Glos, ehemaliger Bundeswirtschaftsminister und Pionier der Kundgebung, hatte wieder einmal den Weg auf den Berg gefunden. Dort wird alljährlich die Fahne der CSU hochgehalten.
Aber auch eine andere, die mit dem rot-weißen Rechen, war zu sehen. Sie wurde von der "Partei für Franken" geschwenkt, die samt ihrem Vorsitzenden Robert Gattenlöhner an diesem symbolträchtigen Ort war. Zu einer kurzen Andacht luden Pfarrer Daniel Lischewski aus Burghaslach und Diakon Hans Scherbaum ein. Die richtigen Töne ließ die Dreifrankenkapelle unter ihrem Leiter Norbert Folk erklingen.
Ausgerichtet hatte das Treffen der fränkischen CSU-Familie der Ortsverband Burghaslach. Bürgermeister Armin Luther, der die Besucher willkommen hieß, gab den Politikern die Probleme des ländlichen Raums mit auf den Weg: die Nahversorgung und die Schwierigkeit, Ärzte anzusiedeln. Ein dringender Wunsch Luthers war der Ausbau der Staatsstraße nach Neustadt.


An Zusage erinnert

Hauptredner war Innenminister Joachim Herrmann. Er wandte sich an die Delegation "mit den grünen Shirts" vom Verein Naturpark Steigerwald und bekräftigte sein Versprechen: "Der Steigerwald bleibt Naturpark!" Die Geiselwinder erinnerte er an die Zusage, den sechsspurigen Ausbau der Autobahn möglichst schnell voranzubringen. Jetzt sei die Maßnahme voll im Bau. In einer feurigen Rede pries er die erfolgreiche Politik Bayerns als dem Bundesland mit der geringsten Verschuldung, der niedrigsten Arbeitslosigkeit und der höchsten Sicherheit. All dies sei "hart erarbeitet".
"Wir müssen begeistern, weil wir Lust auf Zukunft haben", stimmte Herrmann auf den Bundeswahlkampf ein. Als Spitzenkandidat der CSU will er "die Kompetenz aus Bayern auch in Berlin zur Geltung bringen".


Hymnen erklangen

Mit Joachim Herrmann auf Platz Eins setze ganz Bayern auf Franken, freute sich Thomas Silberhorn. Mehr Franken in Bayern sei kaum möglich. Die Bayern-Hymne, die der Nationalhymne folgte, sangen dann auch die Franken kräftig mit.
Am Ende ließ die Kapelle die Franken-Hymne "Wohlauf die Luft geht frisch und rein" über die Höhen des Steigerwalds klingen.