Alexander Grau wird neuer Sportlicher Leiter des Fußball-Landesligisten FC Coburg. Der Trainer des Ligakonkurrenten FC Lichtenfels, der seinen Abschied von den "Korbstädtern" bereits in der Winterpause angekündigte, hat somit schnell eine neue sportliche Herausforderung gefunden. Ab der Spielzeit 2019/2020 wird er die Geschicke der "Vestekicker" entscheidend mitprägen.

Überhaupt hat der FCC für die kommende Saison wichtige personelle Weichenstellungen im Erwachsenenbereich sowie an der Spitze des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) vorgenommen. Während die Positionen des Sportlichen Leiters Herren und des U23-Trainers neu besetzt werden - Lars Müller löst Erik Vetter ab - , hat der Klub mit den Trainern der Landesligamannschaft sowie mit seinem NLZ-Leiter verlängert.

Gremmelmaier zufrieden

Wolfgang Gremmelmaier, Vorsitzender des FC Coburg, ist stolz auf diese personelle Weichenstellung: "Die Verpflichtungen von Alexander Grau und Lars Müller zeigen, mit welcher Intensität und Geschwindigkeit sich der FCC weiterentwickelt. Die Beiden sind als absolute Fachleute anerkannt und werden die Qualität bei unserer täglichen Arbeit auf eine noch breitere Basis stellen."

Mit Beginn der neuen Spielzeit wird mit Alexander Grau ein ausgewiesener und bestens vernetzter Fußballfachmann das Kompetenzteam der Vestekicker verstärken und das Amt des Sportlichen Leiters Herren von Alexander Pietsch übernehmen.

Der 41-Jährige, der als Fußballer unter anderem auch auf eine Coburger Vergangenheit zurückblickt, hat seit 2013 als Trainer des FC Lichtenfels Erfolgsgeschichte geschrieben und sein Team im Trainergespann mit Christian Goller aus der Bezirksliga in das Vorderfeld der Landesliga Nordost geführt. Nachdem er sich zu einer fußballerischen Neuorientierung entschlossen hatte, konnte Coburgs für den sportlichen Bereich zuständiges Vorstandsmitglied Alexander Pietsch ihn für den FCC gewinnen. Für Pietsch ein absoluter Coup: "Alex passt perfekt zu uns. Er trägt unser Konzept, ganz auf die Jugend zu setzen, voll mit und wird unserer ohnehin schon zupackenden und innovativen sportlichen Führungscrew weiteren Schwung verleihen!"

Lars Scheler bleibt Cheftrainer

Cheftrainer der Landesligamannschaft des FCC bleibt Lars Scheler, weiterhin assistiert von Co-Trainer Frederic Martin. "Ich bin mit der Arbeit der beiden sehr zufrieden. Sie setzen die Vereinsphilosophie, unsere jungen Talente in die Erste zu integrieren, eins zu eins um und sind mit der Mannschaft inzwischen in der neuen Spielklasse angekommen."

Lars Müller löst Vetter ab

Eine Änderung wird es hingegen auf dem Trainerstuhl der in der Kreisliga Coburg 1 spielenden Reserve, die überwiegend aus U23-Spielern besteht, geben. Neuer Übungsleiter wird der aus Suhl stammende Lars Müller. Müller (38) - DFB Jugend Elite-Lizenzinhaber - hat von Kindesbeinen an die Fußballstiefel für den Suhler SV geschnürt, für den er als Erwachsener bis 2015 jahrelang in der Thüringenliga und der Landesklasse Stammspieler war. Bereits seit 2010 zudem als Jugendtrainer tätig, war er ab Herbst 2015 knapp zwei Jahre Trainer der Suhler Ersten und ist seit Oktober 2017 Trainer des in der Kreisoberliga spielenden FSV Goldlauter. Er ist zusätzlich Trainer im DFB-Stützpunkt Zella-Mehlis und erwirbt gerade die DFB Trainer A-Lizenz.

Müller löst den aktuellen Reserve-Trainer Erik Vetter ab, der aus berufliche Gründen kürzer tritt. Pietsch ist sich sicher, dass auch mit Müller ein Glücksgriff gelungen ist: "Lars bringt enorme Qualität als Trainer mit. Er hat bereits mit Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet, ist erfolgshungrig und möchte sich mit einem jungen, willigen und bestens ausgebildeten Team beweisen." Für diese Ambitionen sei der FCC, der in der kommenden Spielzeit die momentan noch in der U19-Landesliga spielenden Talente des Jahrgangs 2000 an den Erwachsenenfußball heranführen will, genau die richtige Adresse.

Christl bleibt weiter NLZ-Leiter

Die Leitung des vom FC Coburg betriebenen BFV-Nachwuchsleistungszentrums wird auch die nächsten beiden Jahre in den Händen von Matthias Christl liegen, der aktuell dabei ist, die Personalplanungen der Vestekicker für die neue Saison im Jugendbereich abzuschließen. "Das war für uns im positivsten Sinne Formsache. Matthias und sein Team leisten hervorragende Arbeit," so Pietsch. ct