Im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Kreisverkehrswacht im Landratsamt stand die Ehrung bewährter und umsichtiger Kraftfahrer.

Der Kreisvorsitzende Alfons Hrubesch freute sich, dass im vergangenen Jahr 58 neue Schulweghelfer hinzukamen, womit mittlerweile über 931 Helfer im Landkreis ihre verantwortungsvolle ehrenamtliche Aufgabe versehen. In 38 Jahren Schulwegdienst habe es keinen einzigen Unfall an den gesicherten Übergängen gegeben, stellte Hrubesch fest. Um die überdurchschnittlich hohe Beteiligung junger Fahrer an Verkehrsunfällen zu senken, wurden auch im letzten Jahr wieder rund 1000 Fahranfänger vom Landrat Christian Meißner zu einem kostenlosen Fahrsicherheitstraining unter dem Motto "Könner durch Er-fahrung" eingeladen. Erstmals hätten weniger als 20 Prozent diese Gelegenheit wahrgenommen. Die älteren Verkehrsteilnehmer, die anlässlich ihres 60. Geburtstages von der Sparkasse zu einem Fahrsicherheitstraining eingeladen werden, würden dies fast alle in Anspruch nehmen.

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit würden auch wieder viele Zweiradfahrer auf den Straßen unterwegs sein. Nach sechsmonatiger Winterpause müssten die Motorradfahrer erst wieder langsam das Gefühl für ihr Bike bekommen. Hierzu wäre ein Sicherheitstraining ideal, das der Fahrlehrer Karl Brendel (0173/3748354) am 27. April um 9 Uhr auf dem Gelände der Firma Schramm im Seubelsdorfer Industriegebiet anbietet. Dies wäre auch die ideale Vorbereitung für die am nächsten Tag folgende Sternfahrt nach Kulmbach (Treffpunkt: Sonntag, 28. April, 9 Uhr McDonalds-Parkplatz in Lichtenfels).

Polizeiinspektionsleiter Erich Günther machte einige Angaben zur Verkehrsunfallstatistik. So ging die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis gegenüber dem Vorjahr leicht auf 1789 zurück. Während bei den Motorradfahrern oberfrankenweit eine geringe Zunahme zu verzeichnen war, hätten sich die Unfälle im Landkreis von 56 auf 28 halbiert. Bei den Fahrradfahrern habe es dagegen eine Zunahme der Unfälle von 55 auf 77 gegeben. Auffallend sei auf Bezirksebene gewesen, dass hier zwei Drittel der Motorradunfälle selbst verschuldet waren. Auch in diesem Jahr stünden im Verbund mit dem Landkreis unter dem Motto "Gemeinsam gegen Drogen" vorbeugende Maßnahmen bei der Bekämpfung von Drogen im Vordergrund. Verstärkt mache man auch bei Großveranstaltungen vorher angekündigte Standkontrollen, um Fahrten unter Alkoholeinfluss zu verhindern. Polizeihauptkommissar Michael Lang hob als Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion besonders hervor, dass es im Landkreis mit fünf tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern im vergangenen Jahr überdurchschnittlich viele Verkehrstote gegeben habe. thi