Eine beeindruckende Vielfalt an Tauben, Hühnern, Zwerghühnern, Wasser- und Großgeflügel sowie Kaninchen bot die 10. Obermain-Jura-Schau im Züchterheim von Weismain. Dabei konnten die Aussteller einmal...
Eine beeindruckende Vielfalt an Tauben, Hühnern, Zwerghühnern, Wasser- und Großgeflügel sowie Kaninchen bot die 10. Obermain-Jura-Schau im Züchterheim von Weismain. Dabei konnten die Aussteller einmal mehr den hohen Leistungsstand in ihren Zuchten unter Beweis stellen.
Als Vorsitzender des gastgebenden Geflügelzuchtvereins von Weismain stellte Hans Schramm vor den Ausstellern aus Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain eingangs fest, dass es beim Rassegeflügel früher häufig über 400 Ausstellungstiere gab. Nachdem diese Zahl merklich zurückgegangen sei, war es nach seiner Auffassung eine gute Entscheidung, die Kaninchenzüchter mit aufzunehmen, so dass wieder ein stattliches Ausstellungsergebnis präsentiert werden konnte.
Allerdings, so Schramm, sei die jetzige Zeit für alle Züchter nicht ganz einfach, denn niemand möchte mehr einen Hahn krähen hören, überall gebe es nur Zierrasen und kaum jemand finde mehr einen Platz für das Hobby. Dies sei ein Grund gewesen, das Thema "Zuchtanlage" in Weismain aufzugreifen. Er hoffe, so Schramm, dass diese Anlage, nicht weit vom Sportgelände in Weismain entfernt, einmal positive Auswirkungen auf den Geflügelzuchtverein in Weismain haben und der Rassegeflügelzucht neue Impulse geben werde.
Bürgermeister Udo Dauer würdigte das hohe Niveau der Ausstellungstiere und äußerte Verständnis für den Wunsch nach einer "Zuchtanlage", sei es doch häufig mit dem nachbarschaftlichen Frieden vorbei, wenn nur ein Gockel kräht.
Es sei inzwischen zwar einige Zeit vergangen, aber eine derartige Anlage sei auch für die Genehmigungsbehörden, wie das Landratsamt in Lichtenfels, nicht alltäglich und erfordere einige Gespräche. Mittlerweile aber seien alle Auflagen erfüllt und er habe deshalb den Pachtvertrag der Stadt Weismain mit dabei. Diesen unterzeichneten im Anschluss an die Ausstellungseröffnung Vorsitzender Schramm und sein Stellvertreter Vinzenz Dorsch sowie Bürgermeister Dauer.
Bei einem Gang durch die Ausstellungsreihen konnten sich alle Züchter und Besucher dann über den Tierbestand der unterschiedlichsten Rassen und Farbenschläge informieren. Die höchsten Bewertungen, jeweils die Note "vorzüglich", hatten bei den Tauben, Hühnern, Zwerghühnern, dem Groß- und Wassergeflügel erzielt: Andreas Fugmann (Böhmische Gänse weiß), Hans Schramm (Rhodeländer dunkelrot), Gerhard Popp (Italiener schwarz-weißgescheckt), Andreas Welsch (Zwerg-Australorps schwarz), Georg Welsch (Zwerg-Wyandotten rot), Jonas Nikol (Texaner kennfarbig dunkel), Franz Hopfenmüller (Texaner schwarz), Andreas Rauch (Kingtauben braun), Hans Peter Schmitt (Brünner Kröpfer weiß), Jonas Wießlicen (Zwerg-Wyandotten gelb), Mia und Nele Schramm (Zwerg-Wyandotten orangefarbig-gebändert).
Ebenfalls "vorzüglich", allerdings bei den Kaninchen, wurde an folgende Züchter vergeben: Gerhard Ziegler (Blaue Wiener 2x), Hans Schramm (Rote Neuseeländer und Thüringer), Andreas Welsch (Hasenkaninchen rotbraun 2x), Jonas Nikol (Sachsengold), Franz Hopfenmüller (Kleinsilber gelb 3x), Jonas Wießlicen (Hasenkaninchen rotbraun).