Über rege Bautätigkeiten in den Ortsteilen berichtete Bürgermeister Herwig Neumann (CSU/NWG) in der Juli-Sitzung des Gemeinderats. Mit den Außenanlagen an Schule und Hort gehe es gut voran, das Projekt liege im finanziellen Rahmen. Die Schulferien müssten nun für Arbeiten im Innenbereich genutzt werden, sagte er.

Zwischenzeitlich seien ein stärkeres Stromkabel und der Glasfaseranschluss installiert worden, so Neumann. Diskutiert werde weiterhin darüber, welche Lüftung für die Schulräume am geeignetsten ist. Während mobile Luftreinigungsgeräte in den Bereich des Schulverbands fallen, sei die Gemeinde zuständig, wenn bauliche Veränderungen für fest installierte Geräte angeschafft werden.

Günther Teufel (CSU/NWG) wies darauf hin, auch Geräte zur Luftentkeimung im Auge zu behalten, die wesentlich weniger Geräusche erzeugen. Der Bürgermeister wägte ab: "Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, was nach den Richtlinien gefördert wird."

Parallel dazu laufen in unmittelbarer Nachbarschaft die Vorbereitungen für die nächste Großbaustelle. In der ersten Ferienwoche beginnt der Teilabbruch des Kindergartens. Ab Anfang Oktober soll der Rohbau entstehen. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Neubau im November 2022 bezugsfertig sein.

Aufs Gas gedrückt

Die Telekom ist dabei, den Breitbandausbau in den restlichen Ortsteilen zu komplettieren. Eichholz, Michelsreuth und das Gebäude am Badesee sind bereits angeschlossen, Lindau folgt in Kürze. Noch in dieser Woche beginnt in der äußeren Lindauer Straße und im Weiherweg der Ausbau "Glasfaser bis ins Haus".

In Michelsreuth wurden die ersten Fundamente für das neue "Waaghäusla" errichtet. Herwig Neumann drückt hier aufs Gas, da die Maßnahme bis Ende August abgeschlossen werden muss.

Nicht ganz so richtig voran kommt der Bau der neuen Versorgungsbuden auf dem Parkplatz des Badesees. Grund dafür sind Lieferschwierigkeiten beim Material.

Für 111 Hunde wird in der Gemeinde eine Hundesteuer erhoben. Der Gemeinderat beschloss, für das Gemeindegebiet 20 Hundetoiletten anzuschaffen. "Manche Hundebesitzer nehmen beim ‚Gassi gehen‘ zwar Tüten mit, werfen sie aber unterwegs vielfach weg", erklärte der Bürgermeister.

Die Abfalleimer mit Spender für die Tüten sollen nicht nur an dafür geeigneten einzelnen Ständern, sondern eventuell an Lampen oder - wenn möglich - an Verkehrsschildern angebracht werden. Die Kosten von rund 5000 Euro sind im Haushalt bereits vorgesehen.

Für die Bundestagswahl am 26. September stehen im Gemeindegebiet wieder vier Wahllokale zur Verfügung: Schulhaus, Turnhalle und Rathaus (für Briefwahl) bleiben wie bisher, die Lindauer Bürger geben ihre Stimme coronabedingt nicht im Dorfhaus, sondern im Feuerwehrhaus ab. Gleichzeitig wurde beschlossen, für die Wahlhelfer ein Erfrischungsgeld von einheitlich 30 Euro zu gewähren.

Seit längerem wird darüber diskutiert, ob und in welcher Form Eltern für die Zeiten entschädigt werden, in denen Kitas und Kinderkrippen wegen Corona geschlossen waren. Der Landtag hat jetzt beschlossen, 70 Prozent der gezahlten Beiträge zu erstatten. Die restlichen 30 Prozent können auf Antrag von der Kommune auf freiwilliger Basis erstattet werden. Nach Auskunft des Bürgermeisters geht es dabei um 295,71 pro Kind. Das Gremium stimmte dieser Regelung zu.

Neue Spielgeräte für Feuln

Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung informierte der Bürgermeister über die Beschaffung neuer Geräte für den Spielplatz in Feuln.

Die Neu-Kalkulation der Niederschlagswassergebühr wurde an das externe Büro Schneider & Zajontz vergeben.