Ihr 25-jähriges Bestehen hat die gemeinnützige Krankenhausgesellschaft (GKG) des Landkreises Bamberg gefeiert. Am 1. Januar 1995 war sie unter dem damaligen Landrat Otto Neukum gegründet worden. Aufgenommen wurden damals die Kreiskrankenhäuser Scheßlitz und Burgebrach, die zuvor den Status als Regionalbetriebe hatten.

In den Folgejahren wurde nicht nur die Steigerwaldklinik Burgebrach neu gebaut, insgesamt elf Seniorenzentren wurden errichtet oder saniert. 2015 übernahm die GKG einen ambulanten Pflegedienst, die Mobile Dienste gGmbH.

Leistungsspektrum erweitert

Im klinischen Bereich gelang es, das Leistungsspektrum kontinuierlich zu erweitern. Die Juraklinik Scheßlitz und die Steigerwaldklinik Burgebrach stehen den Menschen in der Region mit den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie/Orthopädie, Intensivmedizin und Anästhesie, Psychosomatische Medizin, Schmerztherapie, Palliativmedzin, Geriatrie und Kardiologie zur stationären Versorgung zur Verfügung. 2013 folgte die Gründung der medizinischen Versorgungszentren der GKG, die ambulante Facharztleistungen in Praxen anbieten.

In Burgebrach, Bischberg und Scheßlitz werden ambulant die Fachrichtungen Chirurgie, Gefäßmedizin, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie psychosomatische Medizin, Schmerzbehandlung/Anästhesie und Innere Medizin/Kardiologie angeboten.

Am Festakt zum Anlass des Jubiläums im Sitzungssaal des Landratsamts Bamberg nahmen Mitarbeiter sowie Vertreter von Politik, Kirchen und Kooperationspartnern teil.

Landrat Johann Kalb (CSU) sprach von einer 25-jährigen Erfolgsgeschichte. Ein Flächenlandkreis wie Bamberg verdiene die gleiche medizinische Grundversorgung wie ein städtisch geprägtes Gebiet. Der Landrat, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender, würdigte das Zusammenwirken von Politik, Gesellschaft und Mitarbeitern. Man habe gemeinsam "eine starke Vertrauensposition aufgebaut", und nur dadurch könne man auch erfolgreich sein.

Die bayerische Gensundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hob in ihrer Festrede hervor, dass der Zusammenschluss der beiden Landkreis-Krankenhäuser weit mehr als eine "Vernunftehe" gewesen sei. Sie attestierte dem Kreis, in Sachen Kooperation der Zeit weit voraus gewesen zu sein. Die Ministerin betonte die Notwendigkeit einer guten Grundversorgung in der Fläche.

Geschäftsführer Udo Kunzmann meinte, die Krankenhäuser auf dem Land müssten sich den Herausforderungen der medizinisch-technischen Entwicklung und den gesetzlichen Veränderungen stellen. Eine Mammutaufgabe sei der Umbau der Juraklinik Scheßlitz gewesen.

Verzicht auf Leiharbeiter

Aufgrund der demografischen Entwicklung mache er sich keine Sorgen um die Zahl der künftigen Patienten. "Die größte Herausforderung wird sein, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden", sagte er. Dem wolle man mit der geplanten Pflegeschule und Wohnheimen Rechnung tragen. "Dann können wir auch zukünftig auf Leiharbeiter verzichten", so Kunzmann.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Streichquartett der Kreismusikschule.