Sehr nachdenklich stimmend, aber auch festlich war die Dorfweihnacht mit kleinem Konzert. Es war beachtlich, dass zu dieser Veranstaltung die Ortskirche St. Erhart fast komplett gefüllt war.

Bereits zum vierten Mal boten der Musikverein und der Obst- und Gartenbauverein eine solche Dorfweihnacht an. Mit dem Hymnus "Grandioso" von Hans Hartwig leiteten die 16 Akteure des Musikvereins ein. Derartige Kompositionen wurden einst von Leuten mit hohem gesellschaftlichen Rang zu Feierlichkeiten bestellt. Daran dachte der Dirigent der Geutenreuther Musiker, Gerhard Mager, als er dieses imposante Stück auswählte. Mit Fanfarenklängen von Trompeten und Posaunen über schöne Klangbögen führt das Stück hin zu einem fulminanten Finale.

Zum Nachdenken regte das Thema der adventlichen Stunde "Das Wichtigste an Weihnachten ist ???" an. Martina Motschenbacher war sich sicher, dass diese Frage in der Hektik der Adventszeit berechtigt ist. Advent heiße Warten, sagte sie, und Vorbereitung auf Ankunft. In den lauten, schrillen und gehetzten Tagen habe kaum einer mehr die Chance, sich darauf vorzubereiten, was kommt.

Die Kapelle drückte die Vorfreude aufs Fest mit der modernen Weihnachtsmusik "Hell erschien der Abendstern" aus. Sehr gefühlvoll ließen die Musiker diese Ballade erklingen.

Der Traum einer weißen Weihnacht, den die Geutenreuther Musikanten mit dem Evergreen "White Christmas" formulierten, erfüllte sich aber nicht. Dennoch boten die beiden Posaunisten Rainer Macht und Birgit Langer bei ihrem Solo eine wunderbare Leistung.

Eine fester Bestandteil der Feier ist das Spiel der Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins, der "Sackfundesla" mit Leiterin Martina Motschenbacher. "Weihnachten unterwegs wider Willen" war ihr Thema. Dieses Unterwegssein wurde von den Kindern anschaulich aufgeführt.

Einen wunderbaren musikalischen Auftritt hatte Eva Motschenbacher mit ihrer Querflöte und der Musik aus dem Film "Fluch der Karibik".

Der Vorsitzende des Musikvereins, Hans Will, dankte allen, die diese Veranstaltung ermöglicht hatten. Er meinte, dass eine solche Dorfweihnacht wesentlich zum gesellschaftlichen Leben des kleinen Ortes beiträgt. Im Anschluss traf man sich noch im Gemeinschaftshaus, wohin der Nikolaus zu Besuch kam. Roland Dietz