Sigismund von Dobschütz

Seit 2014 arbeiten die Gemeinden Bad Bocklet, Burkardroth, Nüdlingen und Oberthulba in der kommunalen Allianz Kissinger Bogen zusammen. Das gemeinsam erstellte Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK), das die Grundlage dieser Zusammenarbeit und Voraussetzung für die bisherige Gewährung öffentlicher Fördergelder war, läuft Ende März aus.

Nach Vorlage eines positiven Evaluierungsberichts über die gemeinsame Arbeit und das Erreichte in den vergangenen Jahren beschloss der Bad Bockleter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, dieses Konzept für die kommenden Jahre fortzuschreiben und die Zusammenarbeit in der Allianz fortzusetzen.

Bei ihrer Arbeit wird die Allianz Kissinger Bogen vom staatlichen Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) fachlich beraten und finanziell unterstützt. Wegen des bevorstehenden Ablaufs des bisher gültigen Entwicklungskonzepts im März musste nun der bisherige Verlauf abschließend geprüft werden - eine Grundvoraussetzung für künftige Förderungen seitens des ALE und anderer Förderstellen. Im Rahmen dieser Evaluierung war zu prüfen, ob "bestehende interne Strukturen und Organisationsprozesse optimiert werden sollen und ob die Zielausrichtung und die formulierten Projekte und Maßnahmen noch auf aktuellem Stand sind" oder ob etwas geändert werden soll, informierte Geschäftsleiter Thomas Beck die Gemeinderäte.

Dieser Evaluierungsprozess wurde vor geraumer Zeit mit einer Auftaktveranstaltung an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Nüdlingen begonnen. Schon damals hatten sich die Allianz-Bürgermeister für eine Fortführung laufender Prozesse und die weitere Zusammenarbeit der vier Gemeinden ausgesprochen, da es "eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit war", wie es Beck jetzt in der Ratssitzung formulierte. "Eine Partnerschaft auf Augenhöhe", betonte Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) ausdrücklich.

Deshalb wurde das Büro "Planwerk Stadtentwicklung" in Nürnberg mit der Evaluierung und der Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts beauftragt. Dieser 81-seitige Evaluierungsbericht, der die Grundlage für die ILEK-Fortschreibung bildet, wurde den Gemeinderäten zur Kenntnis gegeben und soll demnächst auf der Homepage der Allianz veröffentlicht werden. Aktuell sind alle Einwohner der Allianz-Gemeinden aufgefordert, sich bis zum 28. Februar auf der Allianz-Homepage www.kissinger-bogen.de mit eigenen Ideen und Wünschen an der konzeptionellen ILEK-Fortschreibung zu beteiligen. Nach Anerkennung des fortgeschriebenen Entwicklungskonzepts durch das Amt für Ländliche Entwicklung wird der Allianz eine Fördergrundlage für weitere fünf Jahre ihrer Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.

Nach dem Sachvortrag durch Geschäftsleiter Beck beschloss der Gemeinderat den vorgelegten Evaluierungsbericht einschließlich einer Seminar-Dokumentation sowie konkreten Lösungsansätzen für bestehende Problemlagen. Das Ratsgremium stimmte der Fortschreibung des Entwicklungskonzepts auf Basis dieser Evaluierungsergebnisse zu sowie der Fortsetzung der Zusammenarbeit der vier Gemeinden.