Die Gemeinde Lautertal trägt sich mit dem Gedanken, ein einheitliches System für Gewerbetafeln der ortsansässigen Unternehmen auf den Weg zu bringen. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wurde jedoch auch deutlich gemacht, dass dies nur mit einer Eigenbeteiligung der Firmen und Geschäfte möglich ist.


Bedarf ermitteln

Deshalb sollen nun - nach Vorschlag von Gemeinderätin Barbara Hölzel (CSU) und eingehender Diskussion im Gremium - die Geschäftsleute angeschrieben werden, um zu ermitteln, ob grundsätzlich ein derartiger Bedarf besteht und sie dazu bereit wären, die entsprechenden Kosten zu übernehmen. Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) bezifferte diese mit 400 bis 500 Euro je Schild. Sicher brauchten manche auch mehrere Hinweisschilder. Dann könnten die Aufwendungen je nach Lage des Unternehmens im Ort auch schnell mal bei 1000 Euro liegen. Allerdings sei dies etwas Übersichtliches und Beständiges, das über sehr viele Jahre Bestand hätte, wurde im Rahmen der Redebeiträge erklärt.
Eine Werbefirma würde dann für das Material und die komplette Gestaltung verantwortlich zeichnen, bis hin zur Kundenakquise, betonte Straubel. Grund für die Überlegungen sei die Tatsache, dass Firmen und Gewerbetreibende in der letzten Zeit verstärkt Anträge an die Verwaltung zur Aufstellung eigener Hinweisschilder gestellt hätten.


Es gibt ja bereits Schilder

Einige Gemeinderäte hatten Einwände. "Was geschieht mit den bisher genehmigten Schildern?", war nur eine der Fragen, die dabei auftauchten. Außerdem müsste ermittelt werden, wo solche Aufsteller überhaupt Platz fänden, damit sie ihre Funktion erfüllten, gab Kämmerer Horst Engelhardt zu bedenken.
Bisher sei in Lautertal kein "Schilderwald" wie in einigen anderen Kommunen festzustellen, sagte Dritter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD). Ein zwingender Anlass, hier schnell zu handeln, läge deshalb eigentlich nicht vor. Schließlich müssten alle anderen bisher genehmigten Firmenwegweiser bei einer Vereinheitlichung weg. Eine Entscheidung soll nun in einer der nächsten Sitzungen des neuen Jahres fallen.
Bürgermeister Sebastian Straubel bedankte sich bei der Lautertaler Bevölkerung für die aktive Teilnahme am Wettbewerb "Stadtradeln", bei dem eine weitere E-Tankstelle gewonnen wurde. Nachdem die erste im vorigen Jahr beim TSV Unterlauter eingerichtet wurde, soll die neue auf dem Gelände des WFC Coburg-Neukirchen an der "Gletscheralp" platziert werden. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig.
Befürwortet wurde der Antrag der Telekom, einen Mobilfunkmast auf einem Grundstück in Oberlauter aufzustellen. Dies sei notwendig, um den Bedarf an Sendeleistung für Bereiche von Unter- und Oberlauter sowie der nahegelegenen Autobahn abzudecken, hieß es in der Begründung.
Gemeinderat Hans Rauscher wies aufgrund der Anregungen von Bürgern aus der ÜPW-Versammlung darauf hin, dass es im Bereich Reutersgasse/Rosenauer Weg/Stetsambach häufig Probleme mit Lkw gebe, wenn diese dort durchfahren. Auch stellten in der Reutersgasse Lkw-Fahrer Anhänger ab, die mitunter den Verkehr behinderten, ergänzte Bernd Wicklein. Bürgermeister Straubel versicherte, sich diesbezüglich mit der Verkehrsbehörde in Verbindung zu setzen. Dabei sollen auch die von Bürgern kritisierten Geschwindigkeitsüberschreitungen von Fahrzeugen in Tiefenlauter auf Höhe des Gasthofes "Schnepfe" angesprochen werden, obwohl Messungen bisher keine absoluten "Ausreißer" ergeben hätten.


Eine Kerze für Rauschert

In einer Schweigeminute gedachte das Gremium des kürzlich verstorbenen Zweiten Bürgermeisters Bernd Rauschert. Sebastian Straubel würdigte dessen großartiges ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger. Rauschert sei ein außergewöhnlicher Mensch gewesen, den man stets in bester Erinnerung behalten werde. Auf seinem leeren Platz standen während der Sitzung zum Gedenken ein Blumenstrauß und eine brennende Kerze. ah