Weniger Verkehr durch die Hauptstraße - dass war ein Wunsch vieler Untersteinach, der sich mit der Umgehungsstraße erfüllt hat. Doch es gibt unerwünschte Nebenwirkungen: Auf der breiten, jetzt mehr oder minder leeren "Dorfautobahn" (Gemeinderätin Cornelia Wehner) wird gerast. "Es gehen nach wie vor Ältere und Kinder über die Straße, die dadurch gefährdet werden - besonders in Zeiten des Berufsverkehrs frühmorgens ab 6.30 Uhr und am Nachmittag ab 16.30 Uhr sowie in den Abendstunden." Deshalb stellte Wehner "in Vertretung der SPD-Fraktion" zunächst schriftlich den Antrag, "die Ortsdurchfahrt von derzeit 50 Stundenkilometer in Zone 30 umzuändern" - wenngleich ihr klar sei, dass eine Tempo-30-Zone durch das ganze Dorf wohl nicht umsetzbar sein werde. Die Gemeinde könnte aber - als eine erste "sanfte" Maßnahme - ihr Geschwindigkeitsmessgerät mit Anzeige aufstellen, um die Kraftfahrer an die innerörtliche maximale Geschwindigkeit zu erinnern. Dafür könnte man durchaus noch ein zweites Gerät anschaffen, pflichtete ihr Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) bei.

Markus Weigel (WGU) hielt es auch für denkbar, einen externen Dienstleister mit Geschwindigkeitskontrollen zu beauftragen.

"Ein Messgerät hat in jedem Fall psychologische Wirkung", fasste Zweiter Bürgermeister Hans-Peter Röhrlein schließlich zusammen. "Ideal wäre eigentlich der Rückbau der Straße. Doch bis der kommt, werden wir wohl noch lange warten müssen", fürchtete er. klk