Wolfsberg — Es fing ganz klein an: Irgendwann in den 70er Jahren fragte mal einer bei "Oma Eichler" an, ob er auf der Wiese neben dem Wirtshaus Eichler zelten dürfte. Sie bejahte, und dann wurde es ein Selbstläufer, weil sich die naturnahe Übernachtungsmöglichkeit schnell bei den Kletterern herumsprach. "Heute haben wir bis zu 100 Zelte an den Wochenenden zwischen Ostern und Ende Oktober", erzählt Martha Walter, die Tochter der 2006 gestorbenen "Oma Eichler". Ihre selbstgebackenen Kuchen sind ein weiterer Grund, warum sich der Zeltplatz ganz ohne Werbung zum zweitgrößten Beherbergungsbetrieb der Gemeinde Obertrubach entwickelte. Aus Japan, Australien, Finnland und in diesem Jahr sogar erstmals aus Indien kommen die Kletterer. Auf den Ansturm hat mittlerweile auch die Gemeinde mit einem Kletterkonzept und Kletterzentrum reagiert. Bürgermeister Markus Grüner (CSU) erklärt: "Im Prinzip sagen wir den Leuten: Hier ist Klettern okay, und da nicht. Und das funktioniert." mm