Karl-Heinz Hofmann Der Markt Tettau sagt Funklöchern den Kampf an. Bürgermeister Peter Ebertsch nahm für den weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes eine Förderung in Höhe von 500 000 Euro von Hubert Aiwanger entgegen, dem Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Hocherfreut zeigte sich der Rathauschef über die erneute Unterstützung der bayerischen Staatsregierung.

Darüber hinaus sei er aber auch besonders MdL Jürgen Baumgärtner zu großem Dank verpflichtet, der sich seit 2017 immer wieder für Fördermittel für den Markt Tettau einsetze. Dadurch sei es auch möglich gewesen, den Mobilfunk im Markt Tettau weitestgehend auszubauen. Jetzt gelte der Schwerpunkt dem Gemeindeteil Schauberg. Darüber informierte Bürgermeister Ebertsch nach seiner Rückkehr von der Übergabe des Förderbescheids durch Staatsminister Aiwanger im bayerischen Mobilfunkzentrum an der Regierung von Oberpfalz in Regensburg.

Dieser Weg habe sich gelohnt, betont Ebertsch freudestrahlend. "Durch entsprechende Fördermittel wird es uns gelingen, sukzessive den Rest noch bestehender Funklöcher rund um Schauberg für eine gute Mobilfunkvernetzung zu schließen", sagt er. Der Ort an der bayerischen Porzellanstraße liegt an der Grenze zum Landkreis Sonneberg in Thüringen und ist im Tal des Zusammenfließens der Bäche Langenau und Tettau rundum von Bergen eingerahmt. Die Erschließung durch das Mobilfunknetz nennt Ebertsch auch deshalb sehr wichtig, weil sich auch Teile der wichtigen Zufahrtsstraßen mit der viel befahrenen Verbindung nach Sonneberg aus Sattelgrund, Langenau und Buchbach zum Teil noch im Funkloch befänden und kein Notruf abgesetzt werden könne.

Unter 16 Gemeinden ausgewählt

Der Markt Tettau könne sich glücklich schätzen, unter 16 Gemeinden aus Bayern auserwählt worden zu sein und einen Förderbescheid erhalten zu haben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gehe mit ihm konform in der Meinung, dass leistungsfähiger Mobilfunk unverzichtbar für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sei. Gerade beim Mobilfunkausbau zeige sich, dass die kommunale Ebene entscheidend sei.

"Wir brauchen die Städte und Gemeinden als Partner vor Ort, etwa bei der Standortsuche. Jeder ertüchtigte oder neu errichtete Sendemast verbessert die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und stärkt die Kommune als Wirtschaftsstandort", hatte der Minister bei der Übergabe des Förderbescheids zu den anwesenden Bürgermeistern gesagt. "Unsere enge Begleitung des Netzausbaus in Bayern zeigt Wirkung. Im ersten Halbjahr haben die drei Netzbetreiber im Freistaat 1996 bestehende Sendemasten ausgebaut und 224 neue Standorte in Betrieb genommen, viele aufgrund der politischen Aktivitäten zum Verbessern der Mobilfunkversorgung. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica haben klare Versorgungsauflagen, insbesondere entlang der Autobahnen und ICE-Strecken". Er setze sich bei der Bundesnetzagentur für die Kontrolle und konsequente Durchsetzung dieser Auflagen ein, versicherte Aiwanger.

Noch 906 Gemeinden in Bayern haben auf dem Gemeindegebiet Flächen, die von keinem der drei Mobilfunkbetreiber versorgt werden, auch nicht mit G2 Sprachmobilfunk. 440 dieser Kommunen haben seit Start des Förderprogramms Ende 2018 ihr Interesse am geförderten Ausbau angemeldet. Das Mobilfunkzentrum hat bereits 400 Markterkundungsverfahren für förderberechtigte Gemeinden und rund 100 Abfragen für nicht-förderberechtigte Gemeinden eingeleitet. Für mehr als 362 Gemeinden ergaben diese Abfragen Ausbauzusagen der Netzbetreiber, ohne dass Fördergeld ausgegeben werden muss. 60 Gemeinden haben bisher einen Förderbescheid erhalten und können neue Masten bauen.

Bis zu 90 Prozent Förderung

Das Förderprogramm zur Schließung von Funklöchern fördert die Kosten für den Bau von Masten, Fundamenten und Leerrohren mit bis zu 80 Prozent. Gemeinden, die zum Raum mit besonderem Handlungsbedarf gehören, können sogar bis zu 90 Prozent gefördert werden. Das Programm sieht einen Förderhöchstbetrag von 500 000 Euro für die jeweilige Gemeinde vor.