Für wohnortnahe Medizin

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Alexander Ambros
Alexander Ambros

Bei der Mitgliederversammlung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA) in Ziegelanger wurde gewählt. Der Knetzgauer Zahnarzt Alexander Ambros wurde in seinem Amt als Vorsitzender bestät...

Bei der Mitgliederversammlung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA) in Ziegelanger wurde gewählt. Der Knetzgauer Zahnarzt Alexander Ambros wurde in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt, wie die CSU mitteilte.

Ihm zur Seite stehen wie bisher der Zeiler Allgemeinmediziner Toni Aumüller und Stefanie Schilling aus Haßfurt. Neu als Stellvertreterin wurde die Hofheimer Allgemeinmedizinerin Barbara Goschenhofer gewählt. Als Schriftführer fungiert der Hofheimer Zahnarzt Jürgen Welsch und als Schatzmeisterin Heike Hluchnik aus Zeil. Zu Beisitzern wurden Stefan Kolck, Bernd Franz, Uwe Hauck und der CSU-Kreisvorsitzende Steffen Vogel bestimmt.

Ambros machte deutlich, dass die Frage der medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Landkreis und die Versorgung mit ausreichenden Pflege- und Kurzzeitpflegeplätzen eine der größten Herausforderungen der Zukunft sei. "Gerade bei einer immer älter werdenden Bevölkerung ist es wichtig, wohnortnah Krankenhäuser, Haus- und Fachärzte sowie stationäre und ambulante Pflegeplätze zu haben", sagte Dr. Ambros.

Barbara Goschenhofer warnte vor einem drohenden Versorgungsmangel im Landkreis. "Zwar sind wir in Hofheim mit acht Ärzten derzeit gut versorgt, jedoch sind davon nur zwei unter 60, so dass in fünf Jahren die Situation im Raum Hofheim eine ganz andere sein wird", prognostiziert die Allgemeinmedizinerin die Situation im Haßbergkreis am Beispiel Hofheims.

Jürgen Welsch sieht die Ursache weniger in der vielerorts vorgebrachten Work-Life-Balance junger Ärzte, sondern mehr im Bürokratiewahn und dem damit verbundenen Aufwand und dem Haftungsrisikofür selbstständige Ärzte. Deshalb wollten viele junge Mediziner lieber angestellt sein.

Steffen Vogel stellte das Maßnahmenpaket Bayerns gegen den Ärztemangel auf dem Land heraus. So habe der Freistaat die Landarztquote eingeführt, die zur Folge habe, dass künftig Medizinstudenten leichter einen Studienplatz für Medizin erhalten, wenn sie sich für eine Tätigkeit als Arzt auf dem Land verpflichten. "In den vergangenen sechs Jahren wurde die Niederlassung von fünf Hausärzten und von drei Fachärzten im Landkreis Haßberge gefördert, was zeigt, dass die Maßnahmen des Freistaats wirken, um dem Ärztemangel auf dem Land zu begegnen", so der Landtagsabgeordnete. Auch die kassenärztliche Vereinigung habe einen sechsstelligen Betrag als Anreiz investiert, damit drei Fachärzte sich im Landkreis niedergelassen hätten.

Toni Aumüller begrüßte ausdrücklich die Initiativen der Landespolitik. So sei es sehr positiv, dass nunmehr Lehrstühle für Allgemeinmedizin an allen medizinischen Fakultäten Bayerns geschaffen wurden, um so die Allgemeinmedizin stärker ins Blickfeld der Studenten zu bringen. "Unsere Praxis ist nun sogar akademische Lehrpraxis der Uni Würzburg", sagte Aumüller. Oftmals hätten die Medizinstudenten falsche Vorstellungen von der interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeit als Hausarzt. red