Fast bis auf den letzten Platz war die Gaststube "Schwarzer Adler" in dem Königsberger Stadtteil Unfinden bei der Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Unfinden besetzt. Hauptanziehungspunkt war wohl der angekündigte Vortrag von Kreisfachberater Johannes Bayer über die weitere Gestaltung des Friedhofes in Unfinden.


Mehr Blumen ansäen

Aus diesem Grund nahm auch Bürgermeister Claus Bittenbrünn an der Versammlung teil. Bevor es aber zum Vortrag kam, wurden die üblichen Regularien abgehandelt. Ein Mitglied regte ferner an, auf freien Feldern und Grundstücken in Unfinden wieder mehr Blumen anzusäen, was allgemein begrüßt wurde. Außerdem sollte der in den letzten Jahren eingeschlafene "Obstbaumverstrich" wieder aufgenommen werden. Auch diesem Vorschlag stand die Versammlung positiv gegenüber.
Stadtoberhaupt Bittenbrünn würdigte die Bemühungen des Obst- und Gartenbauvereins, sich bei Pflegearbeiten in Unfinden einzubringen, besonders im Friedhofsgelände, wo durch die Umlegung eines Weges und das Versetzen des Wassertroges eine gute Lösung erreicht worden sei, wie Bittenbrünn meinte.
Positiv war das Echo aus der Versammlung auch, als sich Bürgermeister Claus Bittenbrünn dafür aussprach, die Bäume am Friedhofseingang in Unfinden, nach dem entsprechenden Baumschnitt, zu erhalten.
Der Vortrag von Kreisfachberater Johannes Bayer und die sich aus seinem Vortrag ergebenden Anregungen brachten das Ergebnis, dass die Pläne für eine Ermöglichung von Urnenerdbestattungen forciert werden und nach Abstimmung mit dem Stadtrat umgesetzt werden.
Auf dem Friedhof soll es künftig die Möglichkeit einer Bestattung in einem Urnenerdgrab mit einer kleinen Gestaltungsfläche und einem kleinen Grabstein geben. Neue Gräber sollen sich an den bestehenden Gräbern ausrichten, um sich in das Gesamtbild des alten Friedhofes einzufügen. Weiterhin soll eine pflegefreie Urnenerdbestattung um die mächtige Lindengruppe angeboten werden.


Einheitliche Grabplatten

In einheitlichen Grabplatten aus Sandstein oder Muschelkalk können dann die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen eingraviert und in gleichem Abstand um die Bäume angeordnet werden.
Außerdem wird eine Erneuerung der Ausstattungsgegenstände (Anschaffung von neuen Sitzbänken und einer Wasserstelle im Eingangsbereich) angestrebt.