Besondere Zeiten erfordern besondere Aktionen. Kreativität ist gefragt in Zeiten von Corona, wo das Miteinander ziemlich eingeschränkt ist: kein Weihnachtsmarkt, keine Weihnachtsfeier, kein spontanes Treffen in der Nachbarschaft, wo jeder Glühwein und Plätzchen beisteuert. Doch so ganz ohne weihnachtliche Stimmung wollten die Jugendlichen Jannis, Melvin, Shirin und Laura vom Allerswald in Wallenfels die Zeit dann doch nicht verrinnen lassen. Sie stellten einen Christbaum an der Straße an der kleinen Brücke in Richtung zum Ausflugspunkt Herrgottswinkel auf und hatten sich dazu eine besondere Aktion ausgedacht.

Der Baum sollte geschmückt werden von den Nachbarn und Anwohnern. Papierkreise in Folie laminiert bildeten die Weihnachtskugeln, die die vier Kinder an die Nachbarn verteilt hatten. "Es waren bestimmt 70 Stück, die mit dem Schreiben, auf dem die Erklärung stand, verteilt wurden", sagt Shirin stolz. Auf die Kugeln konnte jeder, der mitmachen wollte, mit Folienstift oder Edding seinen persönlichen Weihnachtswunsch schreiben, ein Bildchen malen, Gedichte rezitieren usw. Dann auf die Rückseite den Namen schreiben und die fertige Kugel an den Christbaum hängen. Und die Resonanz war sehr groß, bis heute hängen 50 schön gestaltete Kugeln am Baum. Mit guten Wünschen, Hoffnungen und Dankesworten.

Doch das Wichtigste ist die Gemeinschaft, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich dadurch entwickelt. Und so kann das Weihnachtsfest kommen, leiser und kleiner als sonst, aber mit viel Liebe und Dankbarkeit im Herzen. Jannis, Melvin, Shirin und Laura freuen sich riesig, dass ihr Projekt so gut angenommen wurde. sd