Ab Mitte des Jahres verschickt die Deutsche Rentenversicherung Bescheide an diejenigen, die Anspruch auf eine Grundrente haben. Rückwirkend zum 1.Januar erhalten diese Personen dann einen Aufschlag auf ihre gesetzliche Altersrente. Hierzu muss kein Antrag gestellt werden. Doch für eine Vielzahl von Rentnerinnen und Rentnern, die zwar die Voraussetzungen für den Grundrentenbezug erfüllen, aber dennoch unter der Grundsicherungsgrenze liegen, könnte es sich lohnen, sofort einen Antrag auf Grundsicherung im Alter zu stellen. Seit 1. Januar gelten für diese Personengruppe nämlich besondere Freibeträge. Das stellt die Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Coburg, Susann Biedefeld, in einer Pressemitteilung fest.

Bis zum Ende des Jahres 2020 wurde die gesetzliche Rente bei der Grundsicherung im Alter vollständig angerechnet. Mit den neuen Regelungen zum Grundrentenfreibetrag kann der Auszahlungsbetrag jetzt aber auf bis zu 223 Euro monatlich steigen. Wer mindestens 33 Grundrentenjahre erreicht hat, profitiert nun von diesem neuen Freibetrag. Aktuell kommt hinzu, dass coronabedingt der Zugang zur Grundsicherung erleichtert wurde, etwa im Hinblick auf Prüfung des Vermögens und Wohnungsgröße.

Antrag stellen

Der Sozialverband VdK in Stadt und Landkreis Coburg rät deshalb allen, die eine geringe Rente haben, einen Antrag zu stellen. Denn anders als beim Grundrentenzuschlag, der rückwirkend zum 1. Januar 2021 automatisch bezahlt wird, gilt beim Freibetrag in der Grundsicherung die Berechtigung erst ab Datum der Antragstellung.

Der VdK-Kreisverband Coburg weist in seiner Pressemitteilung auf seinen Grundsicherungsrechners auf vdk.de/grundsicherungsrechner hin. red