Auch in Corona-Zeiten, mit ihren hohen Schutzauflagen, ließen es sich die Frauenauracher nicht nehmen, am Tag des offenen Denkmals, wie in den Jahren zuvor, ein Denkmalschild der Öffentlichkeit zu übergeben. Diesmal ging es um das ehemalige Erlanger Tor

Manfred Kellner vom Arbeitskreis Denkmalschilder Frauenaurach konnte aufgrund der Einschränkungen einen übersichtlichen Kreis von Interessenten zu diesem Ereignis im Anwesen der Familie Kalb begrüßen. Das Anwesen grenzte an das ehemalige Erlanger Tor an, das die jetzige Wallenrodstraße überwölbte. Bereits im Mittelalter war das Kloster in Frauenaurach zur Sicherheit mit einer Mauer und einem inneren Tor versehen, eine weitere Flanke wurde durch die Aurach geschützt.

In der Barockzeit wurde auf dem Weg nach Erlangen das Erlanger Tor errichtet, um das wachsende Gemeinwesen schützen zu können. Wie es dereinst ausgesehen hat und wie groß es war, ist auf einer Schützenscheibe und einem Gemälde des Frauenauracher Malers Carl Haag zu erahnen. Denn es wurde bei einem Brand in der angrenzenden Bäckerei im Jahr 1840 zerstört und die Reste wurden danach abgerissen.

Die Enthüllung nahm Georg Kalb vor. Das Schild mit dem ansprechenden Schmuckrahmen hatte wieder der Frauenauracher Hobbyschmied und Förderer Ludwig Strattner gestaltet und gestiftet.

Gewürdigt wurde die neue Tafel durch die Erlanger Stadträtin Annette Wirth-Hücking aus Frauenaurach und Jutta Triantafyllidis, die Leiterin des Museums im Amtshausschüpfla von Frauenaurach. Es sei ein weiterer wichtiger Baustein zur Erinnerung an die Geschichte Frauenaurachs. Außerdem sei damit auch viel Arbeit verbunden gewesen. Für die Recherche ging der Dank an Manfred Kellner und für die Anfertigung des Schildes an Manfred Strattner. Außerdem hoben beide die Bereitschaft der Familie Kalb hervor, das Schild an ihrem Gebäude anzubringen.

Im Anschluss an die Zeremonie konnten bei einem Rundgang noch weitere Schilder, etwa das Exemplar am ehemaligen Armenhaus, das nun unter anderem auch als Depot für den Heimatverein dient, begutachtet werden. maw