Die Coburger Veranstaltungen zum internationalen Frauentag greifen in diesem Jahr die typischen Themen auf, die Frauen aktuell und auch noch in Zukunft bewegen. Alle Veranstaltungen finden voraussichtlich online statt.

"Wir wollen Frauen ermutigen, ihre Zukunft bewusst und aktiv zu gestalten. Dazu gehört es auch, auf bereits Erreichtes zu schauen, die aktuelle Situation kritisch zu beleuchten und sich optimistisch an die eigene Ausrichtung und Positionierung zu trauen", sagt Gleichstellungsbeauftragte Susanne Müller vom Organisationsteam.

Verschärfte Situation

Besonders in der derzeitigen Pandemie verschärfen sich die Problematiken, wie finanzielle Nöte, Verfestigung von tradierten Rollenbilder und Beziehungsthemen. Einige Beispiele, die die Situation unterstreichen, stellt der Arbeitskreis dar: Die atypische und geringfügige Beschäftigung bei Frauen ist ausgeprägter als bei Männern. Bei einem Arbeitsplatzverlust gelingt der Wiedereinstieg schwerer. Die Vereinbarkeitsprobleme von Familie und Beruf führen bei Frauen häufiger zur Arbeitszeitreduktion. Ein Arbeitsplatzverlust oder Arbeitszeitreduzierung bei Frauen führt zur Verschiebung von Machtverhältnissen - sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch im Familienkontext. Trotz stärkerer Beteiligung der Männer bei der Kinderbetreuung zeigen sich Tendenzen einer Retraditionalisierung bzw. Verfestigung von Rollenbildern, da Frauen immer noch die meiste Sorgearbeit leisten. Mentale Überlastung führt bei Frauen stärker zu Überforderungs- und Erschöpfungszuständen.

Was ist typisch?

"Frau und Rollenbilder" sind gleich zwei Veranstaltungen im März überschrieben. Am 8. März heißt es " Typisch Mädchen, typisch Junge? Wie Spielzeug auf die Rolle der Gesellschaft vorbereitet". Es wird beleuchtet, wie die typischen Rollenzuschreibungen auch heute noch wirken. Am 27. März geht es um Rollen - Muster - Glaubenssätze bei einem Workshop. In welchen Rollen bewegen sich Frauen? Wie können sie persönliche, familiäre und berufliche Herausforderungen gut meistern?

Am 25. März werden die "Fünf Sprachen der Liebe" vorgestellt und dabei ein Blick auf das Kommunikationsverhalten von Partner/innen gerichtet. Wie kann ich es schaffen, eine gleichberechtigte Beziehung in der Partnerschaft zu erreichen? Dafür ist die Kommunikation miteinander ein wichtiger Schlüssel.

Frau und Geld

Am 17. März steht bei dem Vortrag Finanzkompetenz, finanzielle Unabhängigkeit und Vorsorge auf dem Programm. Für eine gleichberechtigte Partnerschaft ist dies ein elementarer Aspekt, mit dem sich gerade auch junge Frauen auseinandersetzen sollten.

Denn Altersarmut ist überwiegend ein Frauenthema. red