Die Vertreter der Stadtratsfraktionen haben die jüngsten Entwicklungen bei der Feuerwehr intensiv verfolgt.
Ralf Völkl (SPD) stellt fest, dass sich das Ratsgremium in der Vergangenheit relativ wenig mit den Details rund um das Feuerwehrwesen in der Kreisstadt beschäftigt musste. "Es ist über die Jahre einfach gut gelaufen", schildert er seinen Eindruck vom täglichen Miteinander. Das schreibt er unter anderem dem guten Zusammenspiel zwischen Hauptamtsleiter Stefan Wicklein und dessen Feuerwehrkollegen Martin Panzer zu. Doch wie zu hören ist, scheint der sehr kurze Dienstweg inzwischen etwas länger geworden zu sein. "Ich bin immer davon ausgegangen, dass das läuft, dass die beiden gut miteinander können. Inzwischen ist das Verhältnis wohl gestört", stellt Völkl hierzu fest.
In den Rücktritt Panzers will sich die SPD-Fraktion nicht einmischen. Das sei ein feuerwehrinternes Thema. Wenn es allerdings noch offene Fragen zwischen Feuerwehr und städtischer Ebene geben sollte, "ist es jetzt unsere Verpflichtung im Stadtrat, alle Beteiligten an den Tisch zu holen und Lösungen zu finden." Bei den Abstimmungsproblemen über die Lehrgänge habe Völkl den Eindruck gewonnen, dass sie leider erst bekannt geworden sind, als es schon zu spät war.


Der Wille ist da

Thilo Moosmann (SPD), der an der Unterkreissitzung teilgenommen hat, stellte ebenfalls Kommunikationsprobleme fest. Die "Verwaltungssprache" sei bei den Wehren zum Teil falsch angekommen und auf der Gegenseite zu wenig übersetzt worden. "Das Problem ist aber erkannt. Der Wille, es zu beheben, ist auf allen Seiten da. Deswegen bin ich zuversichtlich", betont er.
Jonas Geissler (CSU) hatte sich erhofft, dass der Beschluss des Verwaltungsausschusses für die Feuerwehren das Beste ist. "Leider ist das bei einigen Kommandanten anders angekommen, es hat Streit gegeben", erklärt er. Deshalb habe die CSU den Antrag gestellt, einen neuen Beschlussvorschlag mit den Kommandanten gemeinsam zu erarbeiten. Dass dieses Ziel nun offenbar erreicht wurde, ist für ihn beruhigend. "Ich finde es gut, wenn Frieden reinkommt." Ihn beschäftigt aber auch die Rolle des Stadtrats. Denn allem Anschein nach seien die gut gemeinten Ideen missdeutbar gewesen. "Ich möchte mich ausdrücklich entschuldigen, wenn etwas falsch rübergekommen ist. Das war in keinster Weise die Absicht des Stadtrats", betont Geissler.
Michael Zwingmann (FW) freut sich, dass man in der Sitzung der Wehren einen guten gemeinsamen Nenner gefunden hat. "Das war der Tag, an dem man das Gefühl hatte, den Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben." Auf dem weiteren Weg gebe es natürlich noch Dinge zu besprechen, doch das sollte jetzt im persönlichen Gespräch und nicht in der Öffentlichkeit geschehen. mrm