Die Anton-Karl-Felix-Gebhardt-Stiftung ist ein Segen für die Gößweinsteiner Vereine. Besonders in Pandemiezeiten. Deshalb beschloss der Marktgemeinderat auch einstimmig, Mittel der Stiftung in Höhe von 15 991,15 Euro an Vereine auszuschütten, die Jugendarbeit leisten und die wegen der Corona-Pandemie kaum Einnahmen erzielen konnten. 14 Vereine, darunter sechs Feuerwehren , meldeten, dass sie insgesamt 305 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in ihren Reihen haben, was einen Ausschüttungsbetrag von 52,43 Euro pro Jugendlichem ergibt. Die meisten Jugendlichen , nämlich jeweils 70 an der Zahl, haben die beiden Sportvereine in Gößweinstein und Wichsenstein, die sich jeweils über einen Zuschuss in Höhe von 3670,10 Euro freuen können.

Narrenkübel bedacht

An dritter Stelle folgt die Faschingsgesellschaft Narrenkübel Schwarz-Weiß Gößweinstein mit 53 Jugendlichen , die 2778,79 Euro erhält. Auch der Ortsverein Schwarz-Gelb Kohlstein erhält für seine 24 Jugendlichen 1258,32 Euro. Bei den Feuerwehren liegt die Stützpunktfeuerwehr Gößweinstein mit 22 Jugendlichen vorne. Sie bekommt für die Jugendarbeit 1153,46 Euro überwiesen.

Wie Georg Lang ( CSU ) kritisierte, sind die Feuerwehren Etzdorf und Stadelhofen nicht berücksichtigt worden. Dies habe den ganz einfachen Grund, dass diese Wehren aktuell keine Jugendlichen haben, klärte Geschäftsstellenleiter Peter Thiem auf.

Bernhard Vogel ( SPD ) meinte, dass es in Morschreuth eine Jugendgruppe gebe, die aber auch nicht bedacht worden sei. Dies habe seinen Grund darin, dass die Jugendgruppe Morschreuth kein Verein sei, denn laut Stiftungssatzung werden nur Vereine gefördert.

Überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 22 699 Euro zur Deckung von Defiziten in Kindergarteneinrichtungen stimmte der Rat zu. Die Deckung dieser Ausgabe erfolgt über eine Reduzierung der Rücklagenzuführung. Der in der Sitzung vom 1. Oktober 2020 gefasste Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Bösenbirkig Gewerbegebiet“ wurde wieder aufgehoben, weil sich Änderungen ergeben haben. So wurde die Bauverbotszone entlang der Gemeindeverbindungsstraße im Westen des Gebiets von zehn auf fünf Meter reduziert, um die zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen besser ausnutzen zu können.

Dort können jetzt auch anstatt Bäume ein begrünter Wall mit frei wachsenden Gehölzen angelegt werden. Die neue Fassung des Bebauungsplans ist nun erneut öffentlich auszulegen und die Träger öffentlicher Belange sind erneut zu beteiligen. Stellungnahmen können allerdings nur noch zu den Neuerungen des Bebauungsplans abgegeben werden. Die Widmung eines Weges bei Hungenberg zum nun ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg war ebenso Formsache. Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) teilte mit, dass der Sicherheitscheck im Höhenschwimmbad erst im September erfolgen könne und das Projekt „barrierefreies Haus des Gastes“ nicht mehr weiter verfolgt werde, da das entsprechende Zuschussprogramm heuer ausgelaufen ist. Priorität habe nun das Rathaus, so Zimmermann.