Das Schließen von Baulücken und das Bebauen von Grundstücken am Bebauungsrand bringt es nicht nur in Effeltrich mit sich, dass Grundstückseigentümer ihre Flächen gut ausnutzen wollen und dementsprechend große Vorhaben planen.

Zum zweiten Mal musste sich der Gemeinderat mit einer Bauvoranfrage für ein Grundstück am Mittleren Bühl befassen. Die Meinungen dazu gingen auch diesmal auseinander. Acht Ratsmitglieder waren dafür, vier lehnten wegen ihrer Bedenken ab.

Im ursprünglichen – abgelehnten – Antrag auf Vorbescheid ging es um zehn Wohnungen in einem dreigeschossigen Bau . Nach der Ablehnung reduzierten die Bauherrn das Vorhaben auf acht Wohnungen in einem Vollgeschoss, Dachgeschoss und Spitzboden.

Das Vorhaben muss nach dem Baugesetzbuch beurteilt werden, teilte Bürgermeister Peter Lepper (FW) mit. „Deklinieren wir mal den § 34 BauGB durch.“ Das wichtigste dort genannte Kriterium ist, ob sich ein Gebäude in die Umgebung einfügt – nach Kubatur, Firsthöhe und Volumen.

Die ablehnenden Stimmen konzentrierten sich auf zwei Probleme. Das eine: Wird den Nachbarn mit ihren deutlich kleineren Häusern ein „Klotz vorgesetzt“, wie es Oswald Werner ( CSU ) formulierte? Das andere: Wo werden die künftigen Mieter ihre Fahrzeuge abstellen? Das Eckgrundstück liegt an zwei schmalen Straßen ohne Gehweg. Mit elf Stellplätzen haben die Bauherren die kommunalen Vorgaben eingehalten, die erst ab 75 Quadratmeter Wohnfläche zwei Stellplätze fordern.

Die Befürworter im Rat wiesen alle auf den dringlichen Wohnraumbedarf im Ort hin. „Acht Wohnungen fürs Dorf, endlich mal“, formulierte es Bettina Brechelmacher (DEL). Denn seit Jahren beklagt man schon, dass junge Leute abwandern, weil es weder Wohnungen noch Baugrundstücke für sie gibt, weil seit langem kein Baugebiet ausgewiesen wurde und Baulücken kaum geschlossen werden.

Gefragte Schnelltests

Die Schnellteststation in Effel-trich wird immer noch gut angenommen, nicht zuletzt wegen ihrer Öffnung am Wochenende. Sie schließt damit eine Versorgungslücke im Umkreis um Effeltrich , teilte der Bürgermeister mit. Und: Nach Auskunft des Landratsamts sind alle Helfer über die bayerische Ehrenamtsversicherung abgesichert.

Keine öffentliche Diskussion

Die Debatte über den Teilrückkauf des Rathauses und den Mietvertrag mit der VG Effeltrich war im nicht-öffentlichen Teil angesetzt. Die DEL-Fraktion hätte darüber lieber öffentlich diskutiert, scheiterte aber an der Vorgabe, dass Vertragsangelegenheiten zum Schutz der eigenen Interessen und der Vertragspartner im nicht-öffentlichen Teil zu behandeln sind. Lp