„Wahre Freundschaft soll nicht wanken, wenn sie gleich entfernet ist“, beginnt eine Volksweise. Beim Abschlussjahrgang 1961 der Realschule Ebermannstadt hat sich diese Freundschaft im wahrsten Sinne des Wortes seit 60 Jahren bewahrheitet. Denn nach gemeinsamer Ablegung der Mittleren Reife und seit dem Verlassen der Schule im Sommer 1961 verbindet die Schulkameraden der Jahrgangsstufe 1944/45 eine Kameradschaft, die bis zum heutigen Tage besteht und gepflegt wird.

Die ehemalige Schülerin Inge Baume aus Weilersbach erzählt von einer besonderen Klasse: „Eigentlich wäre heuer ja ein Jubiläumsjahr – 60 Jahre Schülertreffen.“ Seit nunmehr sechs Jahrzehnten, seit dem Abschluss 1961, kommen die einstigen Schulkameraden, heute Frauen und Männer in den Siebzigern, regelmäßig einmal im Jahr, manchmal sogar zweimal, bei einem Schülertreffen zusammen. So manche Klassenkameraden reisen dazu teilweise von weit her an.

Man traf sich entweder in einer Gaststätte in einer gemütlichen Runde oder es wurde ein gemeinsamer Ausflug organisiert. Es war jedes Mal eine geeinte Zusammenkunft, bei der man die Erinnerungen an die Schulzeit lebendig werden ließ.

Diese Jahrgangsstufe, die die Ebermannstadter Realschule von 1958 bis 61 besuchte (es war die Klasse II M), ist die einzige, die sich noch bis heute trifft und die Kontakte aufrechterhält. „Das wird von uns Ehemaligen auch sehr geschätzt, denn so etwas kommt nicht so oft vor“, sagt Baume. Sie und ihre Klassenkameraden gedenken auch ihres damaligen Lehrers Otto Glaser, der bei den Schülern sehr beliebt gewesen sei und bei ihnen unvergessen bleiben werde, kam er doch zu jedem Treffen stets aus Ismaning angereist, wo er bis zu seiner Pensionierung Rektor an der dortigen Realschule war. Von seinem Tode habe man jetzt kürzlich erfahren. Der Mitschüler Dietmar Konrad hat die Todesanzeige in einer Münchner Zeitung gelesen. Bedauert wird von Baume indes, dass wegen der Corona-Pandemie kein Schülertreffen stattfinden kann. Ob heuer das 60. Jubiläumstreffen gefeiert werden kann, sei abzuwarten. „Sobald es Corona zulässt, treffen wir uns bestimmt“, ist sich Baume aber sicher.