Eine 34-jährige im neunten Monat schwangere Pegnitzerin ist am Mittwoch gegen 19 Uhr in einen Stau auf der A 9 geraten. Die Autobahn hatte aufgrund eines schweren Unfalls in Fahrtrichtung Berlin für längere Zeit komplett gesperrt werden müssen. Da die Schwangere sich zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht fühlte und mit der Geburt des Babys rechnete, wandte sie sich an die Polizei Pegnitz . Die Beamten begaben sich schnellstmöglich zur Einsatzörtlichkeit, lotsten das Fahrzeug aus dem Stau und initiierten die weitere medizinische Versorgung.

Am Donnerstag meldete die Dame sich bei der Polizeidienststelle und berichtete, dass es ihr glücklicherweise gut gehe. Das Baby lasse aber bislang noch auf sich warten.

Der Unfall mit drei Beteiligten hatte sich etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Pegnitz ereignet. Ein Sattelzug zog unvermittelt zum Überholen auf den mittleren Fahrstreifen. Der 24-jährige Fahrer eines Kleintransporters versuchte, durch Ausweichen nach links einen Zusammenstoß zu verhindern. Ein herannahender BMW-Fahrer konnte aber nicht mehr bremsen und fuhr auf den Kleintransporter ungebremst auf. Der Schaden beläuft sich auf 70 000 Euro. Die Verkehrspolizei Bayreuth ermittelt nun gegen den 43-jährigen Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung. Für die Bergung der schrottreifen Fahrzeuge musste die Fahrbahn für etwa drei Stunden gesperrt werden. pol