Gäbe man dem Poxdorfer Haushalt einen Namen, lautete der „Fortführung der begonnenen Investitionen “. Das sind Umbauten und Sanierungen an der Grundschule, das Baugebiet „Mühlwiesen II“, die Ertüchtigung des Friedhofs für insgesamt über 700 000 Euro und vor allem der Bau des neuen Kindergartens, der insgesamt über 3,7 Millionen Euro kosten wird.

2021 ist ein Rekordjahr der Investitionen . Das sieht man am Finanzplan 2020 bis 2024. Lag vergangenes Jahr das Haushaltsvolumen der Gemeinde Poxdorf bei 5,8 Millionen Euro, steigt es heuer auf über sieben Millionen Euro an, um in den Folgejahren deutlich abzusinken. Vor allem die investierten Summen verringern sich erheblich: von 4,1 Millionen 2021 auf 1,9, dann 1,5 und 2024 auf gerade mal 400 000 Euro.

Da ein genehmigtes Darlehen von 2020 über 500 000 Euro vorhanden ist, muss trotz der Rekorde kein Kredit aufgenommen werden. Erst im kommenden Jahr erwartet Kämmerin Christine Keusch wieder Bedarf zum Abgleichen der Bilanz. Da sich die Entwicklung durch den Beginn der Investitionen bereits in den Vorjahren abgezeichnet hatte, hatte der Gemeinderat weder zum Vorbericht noch zum Finanzplan Fragen. Und Gegenstimmen gab es beim Satzungsbeschluss auch nicht.

Die Höhe der ausgewiesenen Investitionen rührt zum Teil daher, dass beispielsweise beim Brandschutz für die Schule noch die Schlussrechnung aussteht. Dafür darf Poxdorf , wenn Effeltrich den Verträgen über sein Alleineigentum und die Miete der Verwaltungsgemeinschaft (VG) fürs Rathaus zustimmt, den Ansatz für den anteiligen Rathausumbau Effeltrich streichen.

Für einen neuen VG-Bauhof muss Poxdorf allerdings in den nächsten Jahren einen Ansatz vorsehen. Für die Leistungen der Bauhofmitarbeiter hatte Poxdorf 2020 rund 115 000 Euro zu zahlen. Eine ähnliche Summe wird auch 2021 erwartet.

Erstaunlicherweise sinken die Kosten der VG. Keusch, die die Kämmerin für die beiden Gemeinden und die VG ist, hat eine Reduzierung um knapp 100 000 Euro angesetzt, so dass auch Poxdorfs Anteil um rund 30 000 Euro sinkt.

Die Einnahmen aus Steuern hat Keusch – corona-bedingt – modifiziert; wenig bei der Einkommensteuer , aber fast 100 000 Euro bei der Gewerbesteuer als vorsichtige Schätzung. Ein kleiner Ausgleich ist bei den Schlüsselzuweisungen zu erkennen.

Haushalt in Zahlen

Etat: Haushaltsvolumen 7,1 Millionen Euro, Verwaltungshaushalt 2,96, Vermögenshaushalt 4,13, Rücklagen 2,15, keine Kreditaufnahme

Einnahmen: Grundsteuer 0,14 Millionen Euro, Gewerbesteuer 0,2, Einkommensteuer 1,35, Schlüsselzuweisung 0,13

Ausgaben: Personalkosten 0,85 Millionen Euro, Kreisumlage 0,7, VG-Umlage 0,33, Zuführung zum Vermögenshaushalt 0,025,

Investitionen : Kindergarten 2021 2,4 Millionen Euro, Friedhof (Rest) 0,12, Erschließung „Mühlweiher II“ 0,39, Schulsanierung (Rest) 0,28.