Wenig Aussprachebedarf gab es in der Gemeinderatssitzung über die textlichen Änderungen des Bebauungsplans Poxdorf-Ost. Im Kern geht es dabei um die Überarbeitung einer jahrzehntealten Bauleitplanung . Etliches von den gestalterischen Festsetzungen damaliger Vorstellung wurde herausgenommen. Der Immissionsschutz wurde angepasst.

Acht unbebaute Flächen

So sollen die acht noch unbebauten Flächen möglichst im Freistellungsverfahren bebaut werden können. Festzuhalten ist, dass die Änderungen in der Zukunft auch heute bebaute Grundstücke betreffen, wenn dort Neu- oder größere Umbauten stattfinden sollten. Es gilt für alle auch ein Verbot, sogenannte Stein- oder Kiesgärten einzurichten.

Großzügig geht der Plan mit den Einfriedungen um: Bis 1,8 Meter sind sie zur Grundstücksabgrenzung untereinander zulässig, an der Straßenseite bis 1,2 Meter. Dabei ist darauf zu achten, dass kleine Tiere unten durchschlüpfen können. Zaunsockel dürfen deshalb nur bodengleich sein. Der Gemeinderat fasste einstimmig den Beschluss.

Sportverein will Eichen fällen

Höchst geteilter Meinung war der Rat bei der Anfrage des Sportvereins, drei Eichen am Rande des Spielfelds fällen zu dürfen. Die Bäume stehen zwischen Ballfangnetz und Privatgrundstücken und wurden wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten immer wieder stark beschnitten, so dass sie keine typischen Kronen ausbilden konnten. Obwohl die Bäume gesund sind, dürfte ihr Beitrag zum CO2 -Speichern und Schattenspenden unterdurchschnittlich sein. Das führten vor allem die Fällbefürworter ins Feld.

Die Erlaubnis des Rats war notwendig, denn der Sportplatz ist Gemeindegrund, obwohl keine Baumschutzsatzung existiert. Die Hälfte des Rats war der Meinung, das Zurückschneiden genüge; zuerst auch Bürgermeister Paul Steins ( CSU ), der bei der Abstimmung umschwenkte, so dass sich sechs der zehn anwesenden Ratsmitglieder fürs Fällen entschieden. Wegen einer Nachpflanzung soll mit dem Sportverein gesprochen werden, eventuell kommen eine andere Baumart/Obstbäume in Betracht. Mangels geeignetem Grund zeigte sich Steins skeptisch.

Inzwischen sind vier Klasszimmer mit Luftreinigern ausgestattet, berichtete Steins, der die Geräte als „Mordskühlschränke“ beschrieb. Sie sind seinen Angaben nach geräuscharm. Während der Pausen könne ein Booster für höhere Leistung zugeschaltet werden. 64 000 Euro hat sich die Gemeinde Whiteboards kosten lassen. Allein die Installation belief sich auf 34 000 Euro.

Die Wegelast für Feldwege soll demnächst Thema im Rat werden. 20 Jahre hat man nicht darüber gesprochen. Und kaum jemandem war bekannt, dass bei ausgebauten Wegen die Gemeinde die Unterhaltslast trägt, bei unausgebauten die Anlieger. Vorab soll rechtlich geklärt werden, ob die Gemeinde ihre Kosten auf Anlieger umlegen kann.