„Mit dem Innovationinstitut für Nanotechnologie und korrelative Mikroskopie (Inam) soll der Forschungsstandort Forchheim weiter gestärkt und ausgebaut werden“, so die Leiterin des Inam im Medical-Valley-Center, Prof . Dr. Silke Christiansen, in ihrem Referat beim Besuch der Senioren-Union der CSU – Forchheim im Medical-Valley-Center im Süden der Stadt.

Das Team der Professorin besteht derzeit aus 20 interdisziplinären Wissenschaftlern und forscht seit 2017 in Forchheim im Bereich der hochauflösenden Mikroskopie und Spektroskopie . Deren konkrete analytische Anwendung wird hier in verschiedenen zukunftsweisenden Forschungsfeldern genutzt, z.B. in der Medizintechnik, Bio-Medizin, Umweltanalytik und bei Energietechnologien . Das Institut bietet eine konkrete Anwendung in interdisziplinären Forschungskooperationen und -dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie für namhafte industrielle Partner an.

Christiansen zeigte sich begeistert vom Standort Forchheim , der sich ideal in die bestehende Forschungslandschaft einfüge und einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung des High-Tech–Standorts Metropolregion Nürnberg leistet. Erfreut zeigte sich die Institutsleiterin über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Forchheim und dem Freistaat Bayern, die von Anfang an das Inam als große Chance für den Raum Forchheim und die Region erkannten.

Angedockt ist das Inam an das Fraunhofer Institut IKTS ( Institut für Keramische Technologien und Systeme), das derzeit mit 800 Mitarbeitern deutschlandweit an 39 Standorten unterwegs ist. Wie Christiansen mitteilte, soll Forchheim der erste eigenständige Standort des Fraunhofer IKTS in Bayern werden. Hierzu sind vor allem noch Investitionen in ein eigenes Gebäude und weitere strategische Einkäufe in einen hochsensiblen Gerätepark rund um die Mikroskopie und Spektroskopie erforderlich.

Einst Hochschulstandort?

Mit Unterstützung und Förderung durch die Stadt, die Sparkasse, die Stadtwerke, den Freistaat Bayern und die Oberfrankenstiftung werden bis 2022 insgesamt rund zwölf Millionen Euro investiert sein. Ziel sei es, dass der Name „Fraunhofer“ als Aushängeschild einer der bedeutenden deutschen Forschungsgesellschaften auf dem neuen Gebäude den Wissenschaftsstandort Forchheim prägt.

Auf die Frage von Eduard Nöth , wann Forchheim sich auch als Hochschulstandort bezeichnen darf, antwortete Christiansen, dass dafür die Ansiedlung eines Lehrstuhls einer benachbarten Universität mit Studierenden erforderlich sei. Sie hält dies durchaus für möglich, es bedürfe jedoch intensiver Gespräche. red