Die erste Stadtratsitzung nach der Sommerpause war bestimmt durch kleinere Angelegenheiten, aber hohen Redebedarf darüber. Der Bußgeldkatalog für Ordnungswidrigkeiten wurde ausführlich diskutiert. Wer Müll hinterlässt oder nicht beseitigt, wird künftig einheitlich mit 30 Euro zur Kasse gebeten. Die Ordnungswidrigkeiten können von der Polizei geahndet werden. Kernpunkt sind Regelungen zum Schutz des Erholungsgebiets um Au- und Angersee. Der Katalog kann auf der Homepage eingesehen werden.

Das Parken auf dem dazugehörigen Parkplatz ist seit Jahren gebührenpflichtig. Diese Gebühren wurden kürzlich erhöht, so dass die Tageskarte auf sieben Euro kommt und ansonsten die Stunde einen Euro kostet. Damit liegt es in der Preisklasse der anderen gebührenpflichtigen Parkflächen im Ort.

Begründet wurde die Gebührenpflicht schon immer durch den Pflege- und Kontrollaufwand für das Erholungsgelände. Gegen die drastische Erhöhung haben sich zahlreiche Badegäste gewandt. 365 Unterschriften von überwiegend auswärtigen Erholungssuchenden, die sich als Stammgäste bezeichnen, hat Beate Brütting an den Stadtrat gesandt.

Der Brief konnte den Stadtrat nicht zu einer Meinungsänderung bewegen. Da das Erholungsgebiet vor allem für Baiersdorfer sein soll und diese mit dem Rad kommen könnten, beließ man es bei der alten Regelung. Allerdings will sich der Rat eine Kostenaufstellung vorlegen lassen.

Nahezu jeden einzelnen der im Parkraumkonzept für die Altstadt ausgewiesenen Parkplätze nahm der Rat unter die Lupe, ob er denn als Besucher-oder als Bewohnerparkplatz ausgewiesen werden solle. Die größte Änderung gibt es am Kirchplatz . Hier weist das Konzept sechs frühere Bewohnerparkplätze als Besucherparkplätze aus. Das geschah, so Bürgermeisterin Eva Ehrhardt-Odörfer ( SPD ), auf Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde zugunsten älterer und bewegungseingeschränkter Gottesdienstbesucher.

Um Details ging es auch bei der Aussprache über den Schulwegplan, den das Planungsbüro Stadt-Land-Verkehr ausgearbeitet hat. Die Schulkinder sollen möglichst vielbefahrene Straßen an Ampeln oder mit Hilfe von Schulweghelfern queren können. Dabei kam auch eine Reihe von kritischen Verkehrsregelungen zur Sprache.

Der Stadtrat hat weiterhin die Jahresrechnung 2020 und die Abrechnung der Fördergelder für die Neugestaltung der Judengasse zur Kenntnis genommen und eine Vereinbarung mit dem Straßenbauamt für das Wohnprojekt Wohnen an der Regnitz geschlossen.