Gefahr für Radfahrer an der B 470

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Zum Polizeibericht „Pedelec-Fahrerin schwer am Bein verletzt“ vom 21. Januar:

Es ist leider schon wieder passiert: Fahrradunfall in Ebermannstadt, bei dem eine Frau nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen erlitten hat. Beim Lesen dieses Unfallberichtes wurde ich schmerzlich an meinen eigenen Fahrradunfall erinnert, den ich vor zehn Jahren an gleicher Stelle, mit gleichem Unfallhergang erleiden musste.

Bei der Unfallstelle handelt es sich um den breiten, übersichtlichen, asphaltierten Streifen, welcher parallel zur B 470 zwischen der Einmündung Breitenbacher Straße bis zum Beginn des Radweges nach Gasseldorf verläuft. Das ist der Bereich gegenüber dem „Beck“. Dabei fahren immer wieder Autofahrer aus dem öffentlichen Parkplatz einfach heraus, obwohl sie Vorfahrt gewähren müssen.

Dieser Bereich ist aus unerklärlichen Gründen immer noch als reiner Gehweg ausgewiesen. Dadurch werden alle Fahrradfahrer vor die Wahl gestellt: entweder sich für gerade mal 100 Meter in den reichlich vorhandenen Autoverkehr auf die B 470 einzuordnen, um dann gleich wieder unter höchst gefährlichen Bedingungen sein Glück als Linksabbieger zu versuchen, um den Radweg nach Gasseldorf erreichen zu können. Oder aber sie benutzen, wie fast alle Fahrradfahrer, diesen breiten Streifen, gegenwärtig aber leider immer noch unerlaubt.

Es wäre mit wenig Aufwand möglich, diesen Bereich als kombinierten Fuß-/Radweg auszuweisen. Es würden dadurch auch die Parkplatznutzer mehr sensibilisiert, besser auf Fahrradfahrer zu achten.

In diesem Zusammenhang sollte man bedenken: Kinder bis acht Jahre müssen dort fahren, Kinder bis zehn Jahre dürfen den besagten Weg benutzen. Aus eigener Erfahrung bekommt man wegen dieser unsäglichen Rechtslage, zusätzlich zu den Verletzungen, vor Gericht die alleinige Schuld des Unfallgeschehens, obwohl ein Autofahrer aus Unachtsamkeit die Vorfahrt missachtet hat.

Ich appelliere deshalb an die zuständigen Entscheidungsträger, das Fahrradfahren in diesem Bereich endlich legal zu ermöglichen.

Josef Geck

Gößweinstein-Allersdorf