In der Sitzung des Marktgemeinderates Eggolsheim stellte Architekt Ralf Bahl vom Architekturbüro Bahl und Bahl aus Forchheim die Entwurfsplanung und Kostenberechnung für den geplanten Neubau einer Kindertageseinrichtung für fünf Gruppen in Eggolsheim vor.

Vom Windfang geht es direkt in den Elternwartebereich, weiter zur Garderobe und zu den einzelnen Gruppenräumen. Der Essbereich für Kinderkrippe und Kindergarten wird mit einem Satteldach gekrönt und hebt sich damit nicht nur optisch vom Flachdach ab.

Von der gesamte Fläche von insgesamt 639 Quadratmetern seien 568 Quadratmeter förderfähig, erklärte Bahl. Die Gesamtkosten schätzt der Architekt auf 5 009 700 Euro. Davon entfallen 3 354 600 auf das eigentliche Bauwerk. Die Bezirksregierung von Oberfranken fördert die Maßnahme mit insgesamt 2 373 000 Euro, so dass von der Kommune selbst noch 2,63 Millionen Euro zu schultern sind.

Georg Eismann ( CSU ) fände eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach sinnvoll. Da diese jedoch momentan nicht gefördert werde, sei die Installation einer solchen zunächst zurückgestellt, antwortete der Architekt. Die Marktgemeinderäte stimmten der Entwurfsplanung zu, so dass die Genehmigungsplanung und die Vorbereitung der Ausschreibungen der ersten Leistungsphasen jetzt erfolgen kann.

Bereits im September 2020 fanden sich die Marktgemeinderäte zu einer ersten Klausurtagung zusammen, die Fortsetzung derselben fand jedoch pandemiebedingt erst Anfang Oktober statt. Dabei wurden die anstehenden Aufgaben priorisiert, die finanzielle Ausstattung der Marktgemeinde thematisiert und über die mögliche Zukunft Eggolsheims hinsichtlich erneuerbarer Energien, aber auch Entwicklung von Gewerbe- und Wohnraum diskutiert. Damit die anstehenden Aufgaben finanziert werden können, müssten die Einnahmen der Kommune erhöht werden. Das betrifft die Hebesätze, aber auch Erhöhungen bei Mieten , Pachten und Gebühren, referierte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB). Eine moderate Neuverschuldung von einer Million Euro jährlich könne Eggolsheim schultern, ist sich der Bürgermeister sicher.

Allerdings werden dabei nicht alle Maßnahmen umgesetzt. Die Sanierung der Friedhöfe von Drügendorf und Drosendorf müsste genauso zurückgestellt werden wie die Sanierung der Ortsmitte von Eggolsheim und die Sanierung der Alten Schule in Neuses. „Wir müssen ehrlich sagen: Angesichts der finanziellen Situation packen wir nicht mehr“, erklärte Schwarzmann. Die Verwaltung soll für die Erhöhung von Steuern und Abgaben ebenso Vorschläge erarbeiten wie für Einsparungen, aber auch Steigerung der Einnahmen durch Mieten , Pachten und Erlöse aus Grundstücksgeschäften.

Kein Baugebiet in Kauernhofen

Die Bauvoranfrage zur Ausweisung eines Baugebietes in Kauernhofen an der Käsleite beschieden die Marktgemeinderäte abschlägig. Der Bereich ist landwirtschaftliche Nutzfläche, zudem von der Wohnbebauung durch Wege und Baulücken getrennt. Außerdem sei in Kauernhofen gerade ein neues Baugebiet im Bereich der Bergstraße entwickelt worden, hielt Schwarzmann fest.