Die ersten Autos fahren wieder durch das Forchheimer Tor in Neunkirchen am Brand . Ein paar Arbeiten auf dem Gehweg am Tor werden gerade von den Gemeindemitarbeitern durchgeführt. Die beschädigten stützenden Steine des Torbogens sind ausgebessert, der Verkehr kann wieder durch das Tor fließen. Allerdings nur für eine Woche.

„Die Arbeiten verliefen genau wie geplant“, sagt Bürgermeister Martin Walz ( CSU ). Am 1. Juli hatte ein Lastwagenfahrer fünf Höhenhinweisschilder missachtet und dann kurz vor dem Tor seinen Vierachser tiefergelegt, um doch durchs Tor zu fahren. Eines der Höhenhinweisschilder hing gerade einmal seit eineinhalb Stunden. Bei dem Versuch, durch das Tor zu fahren, bleib der Lkw stecken, ein Eckstein wurde beschädigt . Das einsturzgefährdete Tor musste für den Verkehr gesperrt werden.

Geeinigt hatte sich die Gemeinde dann mit dem Denkmalschutzamt, keine Generalsanierung durchzuführen, sondern vier Steine zu erneuern. Das Material kam Mitte September. „Der Einbau war unkompliziert“, bestätigt Walz. Die Arbeiten sind nun erledigt, allerdings braucht es Restarbeiten. „Wir müssen schauen, ob sich etwas setzt“, erklärt Walz. Die Pause sei wichtig, denn es brauche Zeit, damit alles durchtrockne.

Für die Überprüfung, ob sich Risse bilden, wird das Tor nochmals geschlossen. „Vom 19. bis 25. Oktober ist das Tor noch mal gesperrt, dann ist es komplett fertig“, sagt Walz. Es könne dann dauerhaft für den Verkehr freigegeben werden. „Die schönen neuen Steine werden nicht neu bleiben“, ist sich Neunkirchens Bürgermeister Walz fast sicher. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Lastwagenfahrer alle Hinweise missachte und trotzdem durch das Tor fahre.

Auf 90 000 Euro beziffert Martin Walz das Gesamtkostenpaket des Unfalls samt Reparatur . Das Geld hat die Gemeinde bislang vorgestreckt. Darin inbegriffen sind auch die Kosten für das Technische Hilfswerk ( THW ), die Feuerwehr und die Gemeindearbeiter. „Wir wollen von der Versicherung alles wiederhaben“, betont Walz. Korrespondenz sei bereits geführt worden. Allerdings betont Walz: „Wir sind darauf vorbereitet, dass es vor Gericht geht.“