Der Förderpreis der Waldbesitzervereinigung (WBV) Kreuzberg ging erstmals nicht an einen Privatwaldbesitzer. Mit Stadtförster Stefan Distler hatte man zur Auszeichnung einen „Profi“ seines Faches auserkoren. „Seit 2012 vergibt die WBV Kreuzberg diese Auszeichnung für vorbildliche Waldwirtschaft im Verbreitungsgebiet mit ca. 3600 ha Waldflächen in den Gemeinden Hallerndorf, Eggolsheim, Hausen, Heroldsbach, Forchheim, Adelsdorf und Hirschaid. Dabei wird der Waldumbau von der Monokultur hin zu Mischwäldern gewürdigt“, erläuterte WBV-Vorsitzender Bernhard Roppelt.

Die Laudatio für Stadtförster Stefan Distler, der krankheitsbedingt nicht am Festabend teilnehmen konnte, hielt sein Försterkollege Daniel Schuster vom Forstrevier Neunkirchen am Brand. Umweltminister Thorsten Glauber , Landtagsabgeordneter Michael Hofmann und Bürgermeister Gerhard Bauer sowie Landrat Hermann Ulm wurden bei der Übergabe als Ehrengäste besonders willkommen geheißen.

Seit 36 Jahren Stadtförster

Als Begründung für den Waldpreis führte Schuster aus, dass Stadtförster Distler den ihm von der Stadt anvertrautem Wald nicht nur einfach pflichtgemäß nach Waldgesetz bewirtschaftet. „Er füllte seinen Auftrag mit Leben“, so Schuster. Und das seit 36 Jahren, in denen er im städtischen Wald – dem Kellerwald und den Stiftungswäldern – gearbeitet hat. Er zeigte sich dabei immer offen für moderne Ansätze, hatte dabei aber nicht nur die eigene Bodenständigkeit, sondern die „Wurzeln des Waldes“ im Blick. erl