Sie sehen schick aus, sind nagelneu und zweckmäßig: die neuen Feuerwehrgerätehäuser der Feuerwehren Behringersmühle und Leutzdorf . Nach einer aktuellen Kostenaufstellung kamen die Feuerwehrbauten aber teurer als kalkuliert.

Der Grund sind Materialpreissteigerungen und vorher nicht eingeplante Positionen. Auch bei der Erweiterung des Feuerwehrhauses in Kleingesee kam es zu Kostenmehrungen. Darüber berichte der Gößweinsteiner Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) während der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.

Erhebliche Eigenleistungen

Zimmermann betonte, dass die Feuerwehrhäuser nur durch erhebliche Eigenleistungen gebaut werden konnten. Der derzeitige Kostenstand für den Zweckbau des Feuerwehrhauses in Behringersmühle liegt bei 333 666 Euro. Darin eingerechnet sind der Stahlbau für rund 100 000 Euro, der im Vergleich zu den geplanten Kosten geradezu eine Punktlandung war. Das Herrichten und Erschließen des Grundstücks kam aber rund 30 000 Euro teurer. Durch Nachträge während der Bauarbeiten verteuerte sich der gesamte Bau um rund 77 500 Euro. 27 Punkte umfasst die Liste der Mehrkosten . So wurde in der ursprünglichen Kostenplanung beispielsweise ein Ölabscheider für rund 1400 Euro, die Straßenbeleuchtung mit rund 3600 Euro, der Herstellungsbeitrag mit 4836 Euro oder zusätzliche Parkplätze für rund 3400 Euro, die sich erst während der Bauausführung ergeben haben, nicht berücksichtigt. Größter Posten mit rund 11 000 Euro war die Baugrubenauffüllung, die in der Kostenschätzung ebenfalls nicht enthalten war.

Ähnlich sieht es beim Feuerwehrhaus in Leutzdorf aus, wobei hier die Liste der Nachträge 15 Punkte umfasst und sich das Projekt um rund 30 000 Euro verteuerte. Der derzeitige Kostenstand liegt bei rund 240 000 Euro. Größter nachträglicher Posten mit 10 538 Euro ist die Sirene auf dem Gerätehaus. Mit rund 5000 Euro schlug das Schneefanggitter zu Buche, welches nicht eingeplant war.

Beim Anbau des Feuerwehrhauses in Kleingesee kamen 26 145 Euro an Mehrkosten zustande. 17 Punkte umfasst hier die Nachtragsliste. Erst während der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass der Untergrund sehr felsig ist. Die Mehrkosten beim Material lagen bei rund 7000 Euro. Der derzeitige Kostenstand der Feuerwehrhauserweiterung in Kleingesee liegt bei 119 889 Euro.

Sobald es die Corona-Lage wieder zulässt, will man alle drei Gerätehäuser mit jeweils einer Feier und einem Tag der offenen Tür gebührend einweihen.