Erzbischof Schick lobt Umgestaltung der Pfarrkirche St. Johannes Bosco

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Die renovierte Werktagskapelle
Die renovierte Werktagskapelle
Marius Weissfau
Das Bild in der Kirche zeigt Don Bosco mit Christus.
Das Bild in der Kirche zeigt Don Bosco mit Christus.
 

Alljährlich feiert die Pfarrrgemeinde Don Bosco Forchheim am letzten Wochenende im Januar ihr Don-Bosco-Fest und gedenkt des Freundes der Jugend, St. ...

Alljährlich feiert die Pfarrrgemeinde Don Bosco Forchheim am letzten Wochenende im Januar ihr Don-Bosco-Fest und gedenkt des Freundes der Jugend, St. Johannes Bosco, der am 31. Januar seinen Todestag hat. Weltweit wird an sein Leben und Wirken sowie an seinen Einsatz für die Jugend gedacht. Sein Motto „Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen“ bleibt unvergessen. Diesmal wurde der Tag des Patroziniums jedoch nicht wie üblich begangen: Die Pfarrei feierte nämlich ein Doppelfest. Nach vier Monaten Bauzeit wurde die restaurierte Pfarrkirche St. Johannes Bosco nach ihrer Fertigstellung eingeweiht.

Dazu war hoher Besuch vom Bamberger Domberg nach Forchheim angereist, um mit der Gemeinde das Pontifikalamt zu feiern und die neu gestaltete Kirche zu segnen. Erzbischof Ludwig Schick war gemeinsam mit Regionaldekan Martin Emge, Salesianer-Rektor Heinz Weierstraß (SDB) sowie den Patres Bernhard Kuhn und Piotr Polkowski (beide SDB) an den Altar getreten. Die musikalische Begleitung lag beim „Projektchor“ sowie bei Hubert Treske und Heinz Bedürftig, die Orgel und Trompete spielten.

Dass dieses Jahr aufgrund der Pandemie alles anders sein würde als die Jahre vorher, war in der Pfarrei bekannt. So galten bei der Festlichkeit die aktuellen Corona-Vorschriften sowie die 3G-Regel.

Gratulation an die Pfarrgemeinde

Ein Beisammensein, wie man es gewohnt ist, konnte nicht stattfinden. Der traditionelle Stehempfang nach dem Gottesdienst mit Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten wurde auf den Platz vor der Kirche ins Freie verlegt und ganz entfallen sind der Don-Bosco-Nachmittag für Familien und Kinder im Pfarrsaal sowie das Weinfest am Abend, das immer den Abschluss des beliebten Don-Bosco-Festes bildete.

Passend zum aktuellen Corona-Geschehen war während der Messfeier dann auch ein Anspiel von der Don-Bosco-Jugend, in dem sie den Besuchern die Problematik der Corona-Krise näherbrachte und die damit auftauchenden Schwierigkeiten im Alltag verdeutlichte: Wie zum Beispiel Schüler und Studenten damit umgehen, wie Menschen ihre Vereinsamung beklagen oder wie einer alleinerziehenden Mutter Arbeit und Kinderbetreuung über den Kopf wachsen.

Eine ebenso passende wie motivierende Ansprache zum Fest hatte der Erzbischof mitgebracht. Vorweg galt sein Blick jedoch der Umgestaltung von Don Bosco, die er als „sehr gelungen“ bezeichnete. Er sparte dabei nicht mit Lob und Anerkennung und gratulierte der gesamten Pfarrgemeinde , die viele Anstrengungen für dieses Bauprojekt investiert hatte, und hob zwei Bedeutungen hervor, die diese Pfarrkirche habe: Sie sei zum einen Gottes Haus und zum anderen Kirche für uns Menschen.

Bei seiner Predigt erinnerte Schick an das Wirken des heiligen Don Bosco sowie an dessen Ideologie, die bis heute so aktuell sei wie damals: sich als Christen für Kinder und Jugendliche, besonders der benachteiligten und schutzbedürftigen, zu engagieren.

„Die Kirche, die Don Bosco im Blick hatte, ist die wahre Kirche und darf nicht untergehen“, appellierte Schick. Sie halte den Glauben und das Vertrauen auf Gott aufrecht. Dies sei gerade in schwierigen Zeiten des Lebens und der Geschichte wichtig. Schick: „Wir erleben es jetzt in der Pandemie.“

Missbrauchskandal verurteilt

Das Schlussthema seiner Predigt war der Missbrauchskandal in der katholischen Kirche, den der Erzbischof auf das Schärfste verurteilte und für den er sehr verachtende Worte fand.

Nach der Segnung des Altars dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Oswald dem Bamberger Oberhirten für sein Kommen sowie allen Beteiligten, die an den Renovierungsarbeiten mitgewirkt haben. Insbesondere galt ihr Dank Architekt Christian Wilfling. dia