Blankes Entsetzen herrschte im Marktgemeinderat von Wiesenttal, als Bürgermeister Marco Trautner ( CSU /FW) die Standortwahl der Deutschen Telekom für einen Funkmast „In der Eng“ zur Versorgung eines Bereichs an der B 470 bekannt gab. Denn das auserwählte Privatgrundstück, auf dem der 40 Meter hohe Sendemast errichtet werden soll, liegt genau unterhalb der Burgruine Neideck.

Wie Trautner informierte, habe die Telekom mit dem Grundstückseigentümer bereits einen Pachtvertrag abgeschlossen. Der genaue Maststandort auf dem Grundstück, einer landwirtschaftlichen Fläche hinter den Erdbeerfeldern zwischen Muggendorf und Streitberg, sei zwar noch nicht bekannt. Allerdings müsse dringend verhindert werden, dass in diesem sensiblen Bereich überhaupt ein Mast gebaut werde. „Ich bin über diese Standortwahl keinesfalls glücklich und zufrieden und verstehe auch das Vorgehen der Telekom nicht“, sagte Trautner. Es liegt zwar noch kein Bauantrag vor, dieser sei jedoch bald zu erwarten. Vizebürgermeister Konrad Rosenzweig ( CSU ) bezeichnete diesen Standort als „eine Katastrophe“, genau an der sensibelsten Stelle vor der Neideck. Laut Rosenzweig sind nun die Träger öffentlicher Belange gefragt, der Denkmalschutz, der Naturschutz und alle Behörden. „Da müssen wir wirklich klappern, das geht dort nicht gegenüber dem Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz“, betonte Rosenzweig.

„Das geht gar nicht, dass das Ding dahin kommt“, gab ihm Matthias Knauer (FWW) recht. Wie Trautner weiter erklärte, behalte er sich auch vor, an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) heranzutreten. „Wir müssen schauen, was wir machen können“, bekundete auch Trautner. Keinesfalls dürfe der Anblick der Neideck mit einem Funkmasten davor verschandelt werden.

Die Meinung im Gemeinderat gegen diesen Standort war einhellig. Ein Beschluss musste nicht gefasst werden, da der Tagesordnungspunkt nur zur Information gedacht war.