In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Pretzfeld stellte Max Wehner vom Planungsbüro „Team 4“ Gründe vor, warum die Marktgemeinde den aktuellen Flächennutzungsplan und Landschaftsplan unbedingt überarbeiten lassen sollte. „Eigentlich sollte man das nach zehn Jahren machen. Unserer ist 20 Jahre alt und kein belastbares Werk mehr“, meint auch Erster Bürgermeister Steffen Lipfert (FW). Er zeigte einige Probleme des aktuellen Flächennutzungsplans auf.

Schlechter Plan,

schlechte Zukunft

Zum Beispiel sind hier angegebene größere Baupotenziale nicht umsetzbar, da sie im Hochwassergebiet liegen. Angegebene Bauflächen für eine Nachverdichtung sind ebenfalls nicht nutzbar, da sie auch von Hochwasser betroffen werden könnten. Es muss auch die aktuelle Siedlungsentwicklung überprüft werden. Ergebnisse aus anderen Konzepten und Prozessen müssen zusammengeführt werden.

Max Wehner empfahl dem Gremium ein Vorgehen, um den Flächennutzungsplan auf den neuesten Stand zu bringen: „Damit schaffen Sie eine Grundlage für die nächsten zehn bis 20 Jahre. Ein schlechter Flächennutzungsplan bedeutet eine schlechte Zukunft.“

Diana Könitzer (CSU/BB) fragte nach dem Zeitrahmen und erfuhr, dass die Erstellung des Plans etwa drei Jahre dauern könnte. Das Gremium stimmte der Einholung von Angeboten zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes einstimmig zu.

Einen Antrag der Caritas-Sozialstation Ebermannstadt-Forchheim auf einen jährlichen Zuschuss von etwa 1800 Euro lehnten die Räte jedoch ab. Für jeden Einwohner sollte die Marktgemeinde 76 Cent zahlen. Walther Metzner (WPA) meinte: „Da bin ich nicht so offen dafür.“ Er wandte ein, dass die Institution Pflegegeld erhalte. Heinrich Wölfel (WGO) überlegte, wie man wohl auf die 76 Cent pro Einwohner gekommen sei. Und Diana Könitzer sah die Gefahr, dass dann noch andere Institutionen solche Anträge stellen würden.

Feuerwehr wird ausgestattet

Das Gremium beschloss einen Eigenanteil des Marktes Pretzfeld von 100 Euro je Paar Schuhe für den allgemeinen Feuerwehrdienst und 150 Euro für Schuhe im Atemschutzdienst. Außerdem bekommen die Feuerwehrleute neue Einsatzjacken . Für das Jahr 2021 sollen die im Feuerwehrbedarf angemeldeten 43 Jacken für etwa 20 425 Euro brutto angeschafft werden. In den darauffolgenden zwei Jahren sollen je 32 Jacken für etwa 15 200 Euro brutto gekauft werden.