Angesichts weiterhin geschlossener Restaurants , Cafés und Hotels im Kreis Forchheim macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf die wachsende Notlage der Beschäftigten aufmerksam - und fordert die Einführung eines Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1200 Euro im Monat.

Die NGG geht laut Pressemitteilung davon aus, dass die Kurzarbeit aktuell erneut die Ausmaße des Lockdowns vom Frühjahr vergangenen Jahres angenommen hat. Damals hätten 143 gastgewerbliche Betriebe im Kreis Forchheim Kurzarbeit angemeldet - das seien 65 Prozent aller Betriebe der Branche im Landkreis.

Die Zahl der Köche , Kellner und Hotelfachleute in Kurzarbeit sei im April 2020 auf 614 gestiegen. Dies gehe aus einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit hervor.

"Im Unterschied zu anderen Branchen dauert der derzeitige Lockdown für die Gastronomie und Hotellerie immerhin schon seit Anfang November. Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Ihre letzten Reserven sind längst aufgebraucht. Und es könnten noch Monate vergehen, bis Hotels und Gaststätten wieder öffnen", sagt Michael Grundl, Geschäftsführer der NGG-Region Oberfranken, "wegen ohnehin niedriger Löhne und fehlender Trinkgelder spitzt sich die Lage der Beschäftigten dramatisch zu." red