Der Fränkische-Schweiz-Verein (FSV) bot eine Reise in die frühgeschichtliche Zeit der Kelten und der ersten Ansiedlung der fränkischen Siedler an. Der Treffpunkt war an der Kapelle in Schirnaidel . Dort fanden sich 40 Interessierte ein und es ging gemeinsam die 1,4 Kilometer bergauf zum Schießberg, ein sogenannter Inselberg.

Dort wartete Rudolf Distler , gewandet als wehrhafter früher fränkischer Siedler. Viel wusste er zu erzählen aus der Zeit der Kelten und der fränkischen Siedler am Schießberg. Bei Ausgrabungen am Schießberg hat man aus der Latènezeit (500 v. Chr.) Keramikscherben der Kelten gefunden und einen aus Frankreich stammenden Keramikhenkel aus dem frühen Mittelalter (circa 800-900 n. Chr.). Die Kuppe (Plateau) des Inselberges war etwa 280 Meter mal 30 Meter groß, und darauf baute man einen Abschnitts- und mehrere große Ringwälle zum Schutz gegen angreifende Feinde. Die Wallanlage bestand aus der Vor- und einer Hauptburg. Die Vorburg erstreckte sich auf circa 80 Metern Länge und die Hauptburg maß etwa 100 Meter Länge und 30 Meter Breite.

In der Burg suchten die fränkischen Siedler Schutz in der Zeit zwischen 700 bis 1000 n. Chr. Vom Schießberg aus konnten die Späher damals fünf Täler einsehen und bei Gefahr sofort Alarm geben. In der Neuzeit standen zwei Türme auf dem Schießberg, zunächst eine 15 Meter hohe Stahlkonstruktion und später ein Holzturm; dieser musste allerdings 2003 wegen Baufälligkeit zurückgebaut werden.

Ferner befanden sich auf dem Schießberg um 1918 Lagerkeller für Bier, da bot es sich an, dort auch Kellerfeste zu feiern. Dies hatte Pfarrer Grandinger in der Chronik 1926 wie folgt erwähnt: „Die dortige Waldschänke war früher Platz für fröhliche Waldfeste.“ red