Der Gemeinderat Wiesenthau beschloss den von Kämmerin Manuela Holm vorgetragenen Haushalt einstimmig. Die Kämmerin trug vor, dass der Verwaltungshaushalt in den Ein- und Ausgaben 2 844 450 Euro und der Verwaltungshaushalt 3 282 700 Euro betrage. Das sei eine Steigerung von 30 200 Euro zum Vorjahr.

"Die größte Steigerung gab es im Kindergartenbereich mit 94 950 Euro", ergänzte Manuela Holm. Die Zuführung aus dem Vermögenshaushalt beträgt 343 600 Euro. Weiter erklärte sie, dass die freie Finanzspanne in Höhe von 343 600 Euro für große Investitionen auch in Folgejahren genutzt werden könne.

Feuerwehr und Kindergarten

In den Vermögenshaushalt sind 150 000 Euro für ein Feuerwehrauto eingestellt. Hier werden Zuschüsse in Höhe von 73 500 Euro erwartet. Für die Sanierung des alten Teils des Kindergartens sind 100 000 Euro eingestellt und 150 000 Euro für das Baugebiet "Binzig". Für die Investitionsumlage Abwasser sind Ausgaben in Höhe von 146 000 Euro geplant und für Grundstückskäufe 200 000 Euro.

Die Kämmerin informierte, dass die Investitionen voraussichtlich ohne neue Kredite geschultert werden können. "Der letzte bestehende Kredit wurde 2017 vollständig getilgt. Die Gemeinde ist derzeit schuldenfrei", trug Manuela Holm vor und gab an, dass die Rücklagen zum Jahreswechsel 2020/21 über zwei Millionen Euro betrugen.

Erwerb des Pfarrhauses?

Christian Weisel (MHN) vermisste im Investitionsprogramm allerdings den Erwerb des Pfarrhauses Wiesenthau . Dazu erklärte Drummer, dass dieses Thema in das städtebauliche Entwicklungskonzept aufgenommen werde. Cornelia Siebenhaar (MHN) fragte nach, ob die für die Pausenhofgestaltung eingeplanten 70 000 Euro nicht etwas wenig seien. "Wir sind in der glücklichen Lage, nicht auf jeden Euro achten zu müssen. Der Haushalt gibt es her, wenn etwas mehr kostet", antwortete Bürgermeister Bernd Drummer (BGW). Und auch Johannes Pieger (DGS) meinte: "Die Gemeinde steht gut da."

Schnelltests vor der Sitzung

Zu Beginn der Sitzung hatte sich Holger Stöhr (MHN) bedankt, dass sein Vorschlag aufgenommen worden war, vor der Sitzung Schnelltests durchzuführen. Er erklärte, dass er dies im März angeregt habe, da bereits damals absehbar war, dass die Infektionszahlen steigen: "Damit erhöht sich ja auch das Risiko, sich anzustecken. Natürlich möchte ich nicht selbst erkranken oder jemanden anstecken. Und ich möchte nicht, dass anwesende Mitarbeiter der Verwaltung oder Zuhörer in Quarantäne müssen." Seit der Sitzung im Dezember, nach der alle in eine Quarantäne mussten, seien immer weniger Zuhörer zu den Sitzungen gekommen. Er habe auch Sorge, dass die Verwaltung durch Quarantänefälle gehandicapt werde. Zweiter Bürgermeister Michael Schüpferling (AB) hatte vor der Sitzung vor dem Gebäude kostenlose Schnelltests für die Zuhörer verteilt.

Haushalt in Zahlen

Etat: Verwaltungshaushalt: 2 844 450 Euro; Vermögenshaushalt : 3 282 700; Kreditaufnahmen : keine

Wichtige Ausgaben Kreisumlage: 671 800; VG-Umlage: 190 865

Wichtige Einnahmen: Einkommensteuerbeteiligung: 1 128 000; Schlüsselzuweisung: 522 972; Grundsteuer A: 11 400, B: 100 000; Gewerbesteuer: 200 000

Wichtige Investitionen : Feuerwehrauto: 150 000 Euro, Kiga-Sanierung Altbestand 100 000; Baugebiet "Binzig": 150 000; Investitionsumlage Abwasser : 146 000; Grundstücke: 200 000