35 Wanderer hatten sich diesmal auf Einladung des Gscheitgut-Vereins, der Sparkasse Forchheim und der Volkshochschule (VHS) Forchheim zu einer Gscheitgut-Autorenwanderung rund um die „Perle der Fränkischen Schweiz“, wie Obertrubach auch genannt wird, eingefunden.

Von der Ortsmitte aus ging es zunächst auf steilen Wegen hoch zur Ruine Leienfels. Die frühere Wehranlage gehörte einst zum Geschlecht der Egloffsteiner und wurde bereits 1372 als „Lewenfels“ erwähnt. Dreimal wurde die mittelalterliche Wehranlage im Laufe der Zeit zerstört, heute erwartete ein friedlicher Ort mit weiten Ausblicken die Wanderer . Eine ideale Kulisse für die Erläuterungen des ehemaligen Kulturreferenten Toni Eckert, der durchaus auch bemerkte, dass auf der Ruine nicht immer sachgerecht saniert wurde. Beispielsweise wurden die Halterungen der Hakenbüchsen einfach zugemauert.

In Bärnfels angekommen, ging es ein kurzes Stück den schmalen Weg hinauf zur Burgruine Bärnfels. Die Ursprünge der Burg gehen bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück. 1525 wurde die Burg von revoltierenden Bauern zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Heute bietet die Ruine einen wunderbaren Blick über die Fränkische Schweiz.

Weiter ging es zum Gasthof Zur Einkehr nach Bärnfels, der die 35 Teilnehmer mit einer feinen Regionalküche erwartete. Familie Röhrer führt den Gasthof seit 1946.

Corinna Brauer, die Vorsitzende des Gscheitgut-Vereins stellte den Gasthof vor und erläuterte die Ziele des Vereins. Demnach steht „Gscheitgut“ für kulinarische Vielfalt, für Appetit auf Regionalprodukte und für einen nachhaltigen Umgang mit der fränkischen Kulturlandschaft . Der Verein will Erzeuger, Gastwirte und Verbraucher miteinander vernetzen, um mit frischen saisonalen Produkten, traditionellen oder kreativen Gerichten sowie einem bewussten Konsumverhalten zur fränkischen Esskultur beizutragen.

Beitrag zum Landschaftsschutz

Brauer: „Wir sind davon überzeugt: Landschaftsschutz fängt auf dem Teller an.“ Beim Einkaufen, Kochen und Genießen könne jeder einen wertvollen Beitrag dazu leisten. Transparenz bezüglich der Herkunft der Lebensmittel und ein hoher Qualitätsanspruch an saisonale Frische stehen im Zentrum der Gscheitgut-Initiative.

Nach dem Mittagessen ging die Tour weiter zur Kirche Maria Schnee. Hier erfuhren die Gäste nicht nur die Legende vom „Schneewunder“, sondern auch, wie es die Bärnfelser in den 1950er Jahren schafften, eine Kirche zu bauen, obwohl das Bistum Bamberg nur 5000 DM bereitstellte.

Der Rückweg führte malerisch durch einen Wiesengrund zurück nach Obertrubach . Hier führte Toni Eckert auf einer kurzen Zeitreise in die „gute alte Zeit“ und las Auszüge aus den Sagen der Fränkischen Schweiz. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Vereins gibt es unter www.gscheitgut.de. red