Mit dem Abriss des ehemaligen Bauhofs und der dort stehenden Villa beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Wie Bürgermeister Oswald Siebenhaar dazu berichtete, ist auf dem insgesamt etwa 4500 Quadratmeter großen Gelände ein Betreutes Wohnen geplant. Die dort bis jetzt vorübergehend untergebrachte Bücherei , das Archiv und das Gemeindelager müssen ausgelagert werden.

Da es nirgendwo freie Räumlichkeiten gibt, soll am Schützenheim eine Mehrzweckhalle errichtet werden, um dort Archiv, Bücherei und Lagerräume unterzubringen. Für deren Realisierung hatte das Gremium im Januar den Auftrag an die Firma Selz vergeben. Hierzu hatte das Planungsbüro einen Planentwurf mit Raumaufteilung sowie Fenster- und Türpositionen erstellt, der zur Beratung dem Gemeinderat vorlag.

Gemeinderat Jörg Reichel ( SPD ) zeigt sich mit der Auslagerung der Bücherei dorthin nur einverstanden, wenn dies vorübergehend sei, denn die Bücherei sollte möglichst in der Nähe der Grundschule ihre Räumlichkeiten haben. Dem zeigte sich das Gremium aufgeschlossen und forderte, den Bauplan möglichst schnell zu erstellen und die weitere Nutzungsform festzulegen. Die Räte beschlossen, Bürgermeister und Verwaltung zu beauftragen, dem Planer die Raumaufteilung des Gemeinderates mitzuteilen und die Eingabeplanung zu erstellen.

Kamerafahrten durch die Kanäle in Langensendelbach und Bräuningshof haben nicht gerade erfreuliche Bilder geliefert. Wolfgang Harrer vom gleichnamigen Planungsbüro stellte die erforderlichen Sanierungs-, Unterhalts- und Investitionsmaßnahmen sowie eine Kostenschätzung vor. Dem Schadensplan begegnet der Gemeinderat mit Sanierungsmaßnahmen.

Dauerbrenner Kanalsanierung

Damit ist das Thema Kanal aber noch nicht erledigt. Die Kanalsanierung ist ein Dauerbrenner für den Gemeinderat . Mit der Vorhersage, dass dieses Thema auch noch in den nächsten zehn Jahren präsent sein werde, eröffnete Harrer seinen Bericht.

Seit 2007 bis heute wurde gerade ein Fünftel der dringenden Kanalsanierungen in der Gemeinde abgearbeitet. Hierfür wurden bisher 1,35 Millionen Euro vergraben, so Harrer. Die Gemeinde befinde sich mit den bisher durchgeführten Maßnahmen auf dem richtigen Weg. Nicht betrachtet wurden die Grundstücksanschlüsse, da diese nicht im gemeindlichen Besitz sind. Dafür sind die jeweiligen Grundstückseigentümer zuständig.

Im Laufe des Jahres steht nach zehn Jahren die Wiederholungsinspektion der Haltungen und Schächte an, teilte Bürgermeister Oswald Siebenhaar mit. 2023 ist dann der Ortsteil Bräuningshof an der Reihe. Die Kosten der TV-Inspektion belaufen sich für Langensendelbach auf 245 000 Euro und für Bräuningshof auf 125 000 Euro.

Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde, Bernhard Leisgang, hatte seinen Tätigkeitsbericht für 2021 dem Gremium zur Verfügung gestellt. Seine Aufgabe in der Gemeinde ist es, den Anliegen behinderter Menschen Gehör zu verschaffen und sie zu beraten. So unterstützt er Vereine dabei, Veranstaltungen barrierefrei und inklusiv auszurichten. Leisgang hatte 105 Schwerbehinderungsanträge, 36 Pflegeanträge sowie 77 unterschiedliche Anträge wie Patienten- und Betreuerverfügungen gesteltl. Gemeinderat und Bürgermeister dankten ihm für sein ehrenamtliches Engagement.