Ab sofort können Besucher des Königsbads und des Katharinenspitals in Forchheim während ihres Aufenthalts kostenfrei im Internet surfen . Im vergangenen Jahr hatte der Finanzausschuss der Stadt Forchheim dafür eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von gut 40 000 Euro einstimmig bewilligt.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Forchheim und der Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft GWS entschied sich die Stadtverwaltung einerseits für den Standort Königsbad, hier vor allem für den Außenbereich, und anderseits für den Quartierstreff des Katharinenspitals.

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein ( SPD ) begrüßt laut Pressemitteilung der Stadtwerke diese Ergänzung der städtischen Infrastruktur gerade in Corona-Zeiten: „Ich freue mich für die neue Quartiersmanagerin Melanie Schneider über diesen wortwörtlichen Draht nach außen, der für die Neuöffnung unseres Stadtteiltreffs sicherlich große Bedeutung hat. Genauso kommt zur Wiedereröffnung unseres Königsbades das kostenlose WLAN genau richtig, zumal wir ab Ende Juni hier auch unser Kultur-Sommerquartier aufschlagen, welches ebenfalls von dieser wichtigen Investition profitiert.“

„Auf der Liegewiese verbringt man viel Zeit, daher ist das Königsbad ideal, um die Voraussetzungen der EU zu erfüllen. Ebenso verhält es sich mit dem Quartierstreff, weil sich hier Innenstädter oder Angehörige der Katharinenspital-Bewohner treffen“, begründet Alexander Dworschak die Auswahl.

EU-Förderung für freies WLAN

Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission zur Förderung von öffentlichen WLAN-Hotspots in Städten und Gemeinden das Projekt „Wifi4EU“ ausgeschrieben. An dieser Ausschreibung nahm die Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Forchheim teil und erhielt eine Direktförderung in Höhe von 15 000 Euro, um das freie WLAN in Forchheim zu erweitern.

An diese Förderung sind auch Bedingungen geknüpft, welche Alexander Dworschak, Geschäftsführer der GWS, erläutert: „Es muss eine bestimmte Anzahl von Zugangspunkten geben, damit das WLAN an einem Ort auch lückenlos übertragen werden kann. Außerdem muss sich eine bestimmte Anzahl an Nutzern in die Hotspots einwählen. Aufenthaltsdauer und Besucherfrequenz eines Ortes sind also entscheidend. Darüber hinaus müssen wir eine dreijährige Wartung sicherstellen, die ebenso wie die Installation von den Stadtwerken Forchheim übernommen wird.“

Umsetzung durch die Stadtwerke

Die Installation der WLAN-Hotspots haben die Stadtwerke Forchheim übernommen. Wie die Technik funktioniert und wie die Gäste das freie WLAN nutzen können, erläutert Christian Palla, Leiter Telekommunikation der Stadtwerke Forchheim : „Wenn beim Smartphone das WLAN eingeschaltet ist, dann erscheint in der Auswahl das WLAN mit dem Namen ,foOneWiFi4EU’. Zum Verbinden mit dem Netzwerk müssen keine Daten eingegeben werden, sondern es öffnet sich im Internetbrowser eine Seite mit der Einwahl. Die Nutzungsbedingungen müssen dann einfach nur bestätigt werden und dann kann kostenfrei gesurft werden, solange man sich in den Hotspot-Bereichen befindet.“

Insgesamt wurden im Königsbad elf Zugangspunkte und im Katharinenspital drei angebracht. Sie sind der drahtlose Zugangspunkt zur Nutzung des WLAN-Hotspots für den kostenfreien Internetzugang . Pro Punkt können bis zu 150 Nutzer gleichzeitig den Zugang zum Internet nutzen.