An der Mitgliederversammlung des Fördervereins Höhenschwimmbad Gößweinstein konnten wegen der Corona-Pandemie Mitglieder auch virtuell teilnehmen. Dieses Angebot wurde von einigen Mitgliedern freudig angenommen. Bei der Versammlung waren 16 Mitglieder vor Ort und zehn kamen via Skype dazu. An der Wahl des neuen Vorstands durften sich die virtuell anwesenden Mitglieder aus rechtlichen Gründen nicht beteiligen. Viele positive Rückmeldungen bestätigten jedoch den Vorstand in seiner Entscheidung zur begleitenden Videokonferenz.

Alle Vorstandsmitglieder, die sich zur Wiederwahl aufstellen ließen, wurden einstimmig wiedergewählt. Vorsitzender bleibt Martin Redel. Drei der altgedienten Beisitzer verzichteten auf eine erneute Kandidatur. Ausgeschieden als Beisitzer sind Simon Bauer, Georg Neuner und Anita Lauerer-Warzecha.

Rainer Polster starb im letzten Jahr. Seiner wurde mit einer Gedenkminute erinnert. Ebenso des Gründungsvorsitzenden Jürgen Kränzlein, für den im nächsten Jahr ein Gedenkstein im Bad errichtet werden soll.

Der wiedergewählte Vorsitzende begrüßte die neue Schatzmeisterin Sophie Richter und die neuen Beisitzer Christiane Wendler (bisherige Schatzmeisterin), Armin Pöhlmann, Mario Heumann und Maximilian Sebald in der Runde.

Redel berichtete von einer erfolgreichen Badesaison 2019, die zeigte, welchen regen Zuspruch das Bad nicht nur von der einheimischen Bevölkerung, sondern auch von Besuchern aus der Region und übernachtenden Touristen erfahre. Es konnten umfangreiche Baumaßnahmen, wie zum Beispiel die Neugestaltung des Kinderschwimmbeckens, der Umbau des Schwimmbeckens mit Entfernung des Holzbodens und der Bau neuer Umkleidekabinen durchgeführt werden. Der Förderverein investierte dafür fast 40 000 Euro.

Trotz des Corona-Jahres 2020 stieg die Mitgliederzahl auf 231 Personen. In diesem Jahr blieb das Bad wegen der Pandemie geschlossen.

Neue Wege muss der Förderverein auch in der kommenden Badesaison beschreiten: Nachdem der bisherige Pächter des Freibadgeländes, der auch für die Pflege und Reinigung des Naturbades verantwortlich war, laut eigener Aussage im September seinen Vertrag mit der Gemeinde Gößweinstein kündigte, ist es nun Aufgabe des Fördervereins und der Gemeinde, ein neues Konzept für den Betrieb des Geländes zu suchen.

Das bisherige "Drei-Säulen-Modell", bestehend aus der vertrauensvollen Kooperation von Gemeinde, Förderverein und Pächter, muss überarbeitet werden. Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins suchen nach Wegen, wie in der kommenden Badesaison die Einrichtung verlässlich gereinigt und wie den Badegästen auch ein kulinarischer Service geboten werden kann. Der Verein sieht es als notwendig an, das Naturbad als wichtigen Bestandteil für den Urlaubs- und den Naherholungstourismus sowie Treffpunkt für Jung und Alt aus der Gemeinde und der Region 2021 wieder zu öffnen. Redel bittet eindringlich weiter um die volle Unterstützung der Gemeinde, auch wenn bei der Mitgliederversammlung trotz persönlicher Einladung des Bürgermeisters kein Vertreter der Gemeinde anwesend war. tw