Der Stadtrat Kupferberg hat die Weichen für mögliche Förderungen gestellt. Bereits in seiner Novembersitzung zeigte sich der Stadtrat mit dem Vorschlag des Zweiten Bürgermeisters Alfred Kolendas einverstanden, das Gespräch mit dem Abteilungsleiter Oberfranken-Ost, Lothar Winkler vom Amt für Ländliche Entwicklung zu suchen und ihn nach Kupferberg einzuladen. Bei einem Ortstermin soll dann abgeklopft werden, welche Förderungen bei anstehenden Sanierungsprojekten möglich sind. Kolenda gab in der Dezember-Sitzung am Dienstagabend bekannt, dass Winkler nach der Bürgermeisternachwahl am 17. Januar 2016 zu einem Gespräch Gast in Kupferberg sein wird.
Außerdem steht die erstmalige Erstellung eines Kanalkatasters für den Bereich der kleinen Bergstadt an. Auch diese Maßnahme fördert der Freistaat Bayern durch ein neuaufgelegtes Förderprogramm. Wie Kolenda bekannt gab, wurde dies inzwischen beantragt. Erfolgt ist auch die Anmeldung der energetischen Sanierung des Rathauses im Rahmen des neuen "Kommunales Investitionsprogramms" (KIP) des Landes Bayern für finanzschwache Gemeinden. Mit beinhaltet ist die Barrierefreiheit. Wie Kupferbergs Bürgermeister in diesem Zusammenhang bekannt gab, stehen für den Landkreis Kulmbach hierfür insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung.


Höschs Tod hat schockiert

Der Tod des amtierenden Bürgermeisters Hans-Joachim Hösch beherrschte den Jahresrückblick. "Die so heimtückische Krankheit des Ersten Bürgermeisters und sein Tod im September schockierte den Stadtrat und auch die Bevölkerung der kleinen Bergstadt." Gleichzeitig habe aber jeder Verantwortliche gewusst, dass man weitermachen müsse, um die zahlreichen Aufgaben in der Stadt zu erledigen. "Wir haben uns im Stadtrat zusammen getan, um in dieser Situation die Aufgaben erledigen zu können. Nach meiner Ansicht ist dies vorbildlich gelungen und dafür möchte ich mich herzlich bedanken", sagte Zweiter Bürgermeister Alfred Kolenda. Zu den wichtigsten Entscheidungen zählten die Erneuerung des Ablaufkanales in Ludwigschorgast, die Sanierung der Treppe an der Stadthalle, der Kauf des Jugendheimes für die Errichtung eines Bauhofes, die Sicherung der Trinkwasserversorgung mit dem Anschluss an Stammbach, die Neupflasterungen im Friedhof, Sanierungsarbeiten und der Wechsel der Trägerschaft der Kindertagesstätte.
"Das ist ein Auftragsvolumen, das wir sicherlich nicht in kurzer Zeit verwirklichen können, aber es sind Maßnahmen dabei, die nicht mehr aufschiebbar sind. Wir müssen wegen der sicherlich günstigen Ausgangslage - niedrige Zinsen und sehr hohe staatliche Zuwendungen - beginnen", betonte Alfred Kolenda.


Schulden werden abgebaut

Die Stadt werde auch in diesem Jahr keine Schulden machen, sondern sie mit 187 000 Euro erheblich verringern. Die Bedarfszuweisungen und auch höheren Investitionsförderungen waren für Kupferberg wohltuende Einnahmen, auch dafür herzlichen Dank. Höher waren zudem die Gewerbesteuereinnahmen, und im Baugebiet wurden einige Grundstücke verkauft. Der Bürgermeister richtete ein Dankeschön an alle, die sich zum Wohle der Stadt Kupferberg einsetzen und halfen das Erforderliche zu erledigen.
Die vertrauliche Zusammenarbeit aller würdigten auch die Fraktionssprecher Volker Matysiak (SPD), Harald Michel (UKW) und Andreas Kaspar (CSU). Als Ratsältester hatte Karl Schott (CSU) anerkennende Worte für die geleistete Arbeit und den Einsatz des Zweiten Bürgermeisters parat.