Haßfurt —  Die Flutbrücke in Haßfurt ist ein Stück Stadtgeschichte. Als sie im Jahr 1888 erbaut wurde, sollte die 20-Felder-Gewölbebrücke bei Überflutungen einen problemlosen Zugang zur Mainbrücke ermöglichen und somit den Zutritt in die Stadt aus dem Süden jederzeit gewährleisten. Aktuell könnte es zu Problemen kommen, sollte der Main über seine Ufer treten: Die Brücke wird saniert, während der Verkehr über eine Behelfsumfahrung vorbei am Parkplatz des FC Haßfurt ausweichen muss.

Während die Bauarbeiter bereits die frei aufliegende Fahrbahnplatte aus Stahlbeton aus dem Jahr 1962 vom Bauwerk gehievt haben und derzeit an einer neuen arbeiten, steht aktuell auch die Restaurierung des Sandsteingemäuers auf dem Programm. Diesem haben Witterung und Überflutungen in den vergangenen Jahrzehnten zugesetzt. Also müssen im Bereich der Seitenflanken, der Widerlager und der Sandsteinpfeiler alte Steine ausgetauscht sowie die Fugen erneuert werden, wie ein Mitarbeiter der verantwortlichen Firma erklärt. Die ist auf die Natursteinsanierung spezialisiert und geht in unterschiedlichen Verfahrensweisen an die Arbeit. So verfugen die Mitarbeiter besondere Stellen per Hand. Beispielsweise in unmittelbarer Nähe eines Wappens ist das der Fall.

An anderen Stellen wiederum, erklärt der Mitarbeiter weiter, gingen er und seine Kollegen maschinell an die Fugenerneuerung. Ziel der Arbeiten ist es, den traditionellen Anblick der Gewölbe und somit der ganzen Brücke zu wahren.

Nur Notgehweg auf der Brücke

Bis Sommer 2021 sollen die gesamten Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein, wie aus einer Pressemitteilung des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt hervorgeht. Als abschließende Schritte stehen dann noch das Ausgleichen der Fahrbahnen zwischen der Flutbrücke und der Mainbrücke an, ehe die Behelfsumfahrung zurückgebaut wird. Dort wird dann der kombinierte Geh- und Radweg verlaufen, während auf der Flutbrücke selbst nur ein 0,75 Meter breiter Notgehweg zur Brückenunterhaltung bestehen bleiben wird.